Über die Stiftung

Wie wir arbeiten

Die Nuclear Free Future Foundation klärt über die Gefahren der Nutzung der Atomtechnologie zu zivilen und militärischen Zwecken auf. Ein zentraler Fokus unserer Arbeit ist dabei die Gewinnung des Rohstoffs Uran, ohne den Atombomben und Atomstrom nicht möglich wären. Der zweite Schwerpunkt richtet sich gegen die nukleare Aufrüstung Europas und der Welt.

2019 hat die Stiftung federführend den weltweit ersten URANATLAS erstellt und Daten und Fakten über Uran zusammengetragen, den Rohstoff des Atomzeitalters. Am 16. Juli 2020, dem 75. Jahrestag des ersten Atombombentests, erschien die englische Ausgabe, 2021 sollen die tschechische und französische Ausgabe folgen. Unsere Forderung: Das Uran muss in der Erde bleiben.

Seit 1998 vergeben wir den Nuclear Free Future Award und ehren, danken, stärken und vernetzen mit diesem Preis Personen und Initiativen weltweit, die sich für eine Zukunft frei von Atomkraft und Atomwaffen einsetzen, entweder im Widerstand, der Aufklärung oder der Entwicklung von Lösungsstrategien.

Unsere Ziele

Das Atomzeitalter wurde von uns Menschen geschaffen, nur wir Menschen können es wieder beenden. Dazu will die Stiftung ihren Beitrag leisten:

  • Gegen Uranbergbau: Uran schädigt bereits bei seiner Gewinnung Menschen. Uran muss in der Erde bleiben
  • Gegen Atomkraft für Erneuerbare Energien: Strom aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft ist wesentlich billiger als Atomstrom und ungefährlich
  • Für Aufklärung: Seit Jahrzehnten behauptet die Atomlobby, Atomkraft trage zur Lösung von Menschheitsproblemen bei, aktuell zur Verringerung der Klimakrise. Wir zeigen, dass dies noch nie gestimmt hat
  • Gegen Atomwaffen: Ein Atomkrieg kennt keinen Sieger. Dennoch erneuern Atommächte ihre Arsenale. Wir fordern, dass die deutsche Bundesregierung den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen unterzeichnet und ratifiziert
  • Betroffenen eine Stimme geben: Mit dem Nuclear Free Future Award geben wir Menschen eine Stimme, die andernfalls nie Gehör finden würden

Der historische Hintergrund der Stiftung

Die Nuclear Free Future Foundation wurde durch das World Uranium Hearing 1992 in Salzburg angeregt und gegründet. Damals haben Menschen aus allen Uranabbaugebieten der Welt von den Umweltschäden und Krankheitsfolgen berichtet, die Uran, der Rohstoff des Atomzeitalters, mit sich bringt. Die Stiftung will deshalb das Bewusstsein für die Umweltverantwortung wecken und stärken, Argumente für den Ausstieg aus der Atomenergie liefern, zu Klimaschutz und Energiesparen motivieren und zur Ächtung von Uranmunition und Atombomben beitragen

Finanzierung

Die Nuclear Free Future Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in München, die ihr Wirken und ihr Engagement seit mehr als 20 Jahren ausschließlich über Spenden finanziert. Ohne jährlich neue Unterstütung ist die Arbeit der Stiftung und die Ausrichtung des Nuclear-Free Future Awards nicht möglich.

Die Produktion des ersten URANATLAS in deutsch und englisch wurde als Projekt gefördert. Der erfolgreiche Abschluss bedeutet, sich jetzt an eine französische und tschechische Ausgabe zu machen und nach Förderern für ein lang gehegtes Wunschprojekt zu suchen: eine Ausstellung zum Thema Uran, in der wir die Inhalte des Uranatlas weiter verbreiten. Mit ihr soll das Thema vor allem an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen thematisiert werden.

Team

Franz Moll
Stiftungsgründer und Vorsitzender des Stiftungsrats

Franz Moll entstammt der Unternehmer- und Baufirma Moll, die in München eine Vielzahl prominenter Bauten verwirklicht hat. Ende der 60er Jahre übernahm er mit Dr. Hans und Gerhard Moll die Führung des Unternehmens, das damals an der Errichtung der Sportstätten für die Olympischen Spiele in München und am Bau großer Abschnitte des S- und U-Bahn-Netzes beteiligt war. Die Nuclear Free Future Foundation hat er gegründet, weil er sich den kommenden Generationen verpflichtet fühlt und dazu beitragen will, das Atomzeitalter schnellstmöglich zu beenden.