Nuclear-Free News
Todesstaub

Einladung zum Dokumentarfilm Todesstaub
Donnerstag, 15. Mai 2008 um 19.00 Uhr Filmmuseum im Stadtmuseum, Jakobsplatz, Eintritt: 4 Euro

Die verhängnisvollen Folgen der Uranmunition

Dokumentarfilm mit anschließender Diskussion mit Dr.h.c. Christine Frenzel vom Strahlenbiologischen Institut der Universität München und Frieder Wagner, Regisseur des Films.

Seit Beginn der Neunziger Jahre wird DU-Munition als "panzer-und bunkerbrechende" Waffe tonnenweise eingesetzt (z.B.im Irak 1991 und 2003, 1995 und 1999 auf dem Balkan, seit 2001 in Afghanistan, aber auch in Tschetschenien und im pakistanischen Grenzgebiet). Der Rohstoff für die Waffen mit der extrem hohen Durchschlagskraft ist ein Abfallprodukt der Atomindustrie. Es entsteht bei der Herstellung von Brennstäben in Atomanlagen.

Abgereichertes Uran erhöht die Zerstörungskraft von Geschossen und erspart der Atomindustrie die kostspielige Entsorgung eines Abfallprodukts. DU-Munition verseucht nicht nur die Schlachtfelder und die Atemluft von Soldaten und Zivilbevölkerung radioaktiv, sie bewirkt schon heute einen schleichenden Massenmord. Die Zahl der Fehlgeburten, Missbildungen bei Neugeborenen und Krebs sind in den betroffenen Gebieten in die Höhe geschnellt. Der tödliche Feinstaub in Nanogröße verseucht Böden und Wasser und wird vom Wind über den ganzen Erdball getrieben. Die Nano-Partikel haben eine Halbwertzeit von 4,5 Milliarden Jahren.

Industrie, Regierungen und Militärs unterdrücken die Wahrheit über DU-Munition, unter anderem weil sie Schadensersatzforderungen der Opfer fürchten. Die Mainstream-Medien schweigen und machen sich zu Komplizen.

Der Filmemacher Frieder Wagner ist dem Uranstaub nachgegangen; sein Film "Deadly Dust / Todesstaub" weist nach, daß DU tödlich ist. Wagner besuchte die Opfer im Kinderkrankenhaus von Basra, in Serbien und in einer englischen Provinz. Seine Kronzeugen sind Wissenschaftler wie der deutsche Arzt, Professor Dr. Siegwart-Horst Günther, der seit 40 Jahren im Irak arbeitet und 1991 als erster die Öffentlichkeit auf die verheerenden Folgen der DU-Waffen aufmerksam machte.

Der Film ist die Kinoversion des Fernsehfilms "Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra", der nur einmal auf WDR3 zu sehen war. Dazu Wagner: "Uranwaffen sind zum Kriegsalltag geworden und die Medien schweigen. Jeder meiner Filme wurde bisher in allen dritten Programmen der ARD gezeigt. Bei diesem Film blieb es bei einer Ausstrahlung. Ich bekomme seitdem auch keine Aufträge mehr".
(siehe dazu: Frieder_Wagner.pdf )
.

Veranstalter: Nuclear-Free Future Award, Attac-München, IPPNW-München (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges)

Siehe auch:
»NICHT SENDBAR«
Im Deutschlandfunk wurde 2004 ein Beitrag über Uranmunition verhindert. Auszüge aus den Mails zwischen Frieder Wagner und Redaktion.

»Das leise Sterben«
Über die Gefahren von Uranmunition debattierten deutsche Medien zuletzt vor sieben Jahren. Seitdem herrscht Schweigen – obwohl USA und Nato die umstrittenen Geschosse weiter in Kriegen verwenden. VON SABINE SCHIFFER aus "MESSAGE – Internationale Zeitschrift für Journalismus".

International Coalition to Ban Uranium Weapons (ICBUW)

Verein zur Hilfe
umweltbedingt Erkrankter e.v.


"Contaminated Forever",
DU documentary von Wes Rehber
(Film Trailer)


2008 Veranstaltungsprogramm 'Tödliches Uran'

UNO-Generalversammlung verabschiedet Resolution zu abgereichertem Uran
Diese Meldungen fehlen in den deutschen und internationalen Mainstream-Medien – Uranwaffen und ihre Folgen werden dort weiter totgeschwiegen. Wir dokumentieren hier die UNO-Resolution.

Atomkraftwerke erzeugen Krebs – Studienautoren versuchen die Ergebnisse der Kinderkrebsstudie umzudeuten

14.05.08– Prof. Dr. med. Edmund Lengfelder (Otto Hug Strahleninstitut Universität München): "Für mich ist das Betrug in der Wissenschaft"(mehr von Freistädter Mütter gegen Atomgefahr und atomstopp_atomkraftfrei leben!)...

Folgen eines potentiellen Atomschlages –
Nuklearer Krieg zerstört Ozonschicht

08.04.08–Ein regionaler nuklearer Konflikt zwischen etwa Indien und Pakistan würde große Teile der Ozonschicht zerstören. Neue Studien schätzen diesen Effekt 1000mal höher ein, als bislang vermutet (mehr von taz)...

Mindestens 40 Millionen EURO jährlich aus Österreich für Atomindustrie!

06.04.08– Mindestens 40 Millionen EURO österreichische Steuergelder fließen jährlich in die Förderung der Atomindustrie! Trotz breiter Ablehnung der ÖsterreicherInnen! Laut einer Meinungsumfrage des market-Instituts vom Feber 2007, sehen 64% der ÖsterreicherInnen das Ziel des EURATOM-Vertrags - nämlich die Förderung der Atomindustrie - als nicht mehr zeitgemäß! 71% der Befragten stehen den jährlichen Zahlungen Österreichs an die europäische Atomindustrie in Höhe von mehr als 40 Millionen EURO negativ gegenüber und 63% der ÖsterreicherInnen würden einen Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag befürworten (mehr von atomstopp_oberoesterreich)...


Red CrowRed Crow:
ein Kämpfer mit Gitarre

Claus Biegert zum Tode unseres langjährigen Unterstützers Floyd Red Crow Westerman – Sänger, Schauspieler und indianischer Aktivist.


Zehn Jahre mit einem Ziel

Eine Chronik des
Nuclear-Free Future Award

Wie fing es an? Man könnte sagen, so: Will Channing, ein Kunsthändler und Aktivist in Santa Fé, New Mexico, bat mich im Dezember 1994, ein paar alte indianische Körbe für einen Kunden nach München mitzunehmen. Jener, ein Geschäftsmann namens Moll, habe ihn gebeten, sie zu schicken, weil sein Gepäck keinen Raum mehr bot für die empfindlichen Antiquitäten. Warum schicken, wenn du sie mitnehmen kannst, sagte Channing zu mir. Okay, sagte ich. Zwar hatte ich auch keinen Platz, doch mit diesem Moll wollte ich ins Gespräch kommen, das war mir das Übergepäck wert (mehr von Claus Biegert)...

Unsere Kolumne für Mitarbeiter und Gäste

Seine Heiligkeit
Papst Benedikt XVI.
Citta del Vaticano

München, den 10. August 2007

Euer Heiligkeit,

wie die Zeitungen aus dem Vatikan berichten, haben Sie sich gegen den Gebrauch von Kernwaffen, aber für die Nutzung der Kernenergie ausgesprochen. Eure Botschaft an die Welt lautet also: Atombomben nein, Atomstrom ja. Beides aber ist miteinander verzahnt, auch Sie können es nicht trennen!

Rund um den Erdball hat unsere nukleare Gesellschaft eine Spur des Leids hinterlassen. Wo immer der Rohstoff Uran in den letzten Jahrzehnten abgebaut wurde, ist das Land meist unbewohnbar geworden und werden seine Bewohner bis heute von Siechtum heimgesucht. Die Leidtragenden sind in der Mehrzahl indigene Völker, die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass ihnen ihr Land heilig ist. In jedem Kontinent bietet sich eine nahezu identische Situation. Ich wünschte, Sie würden sich ein Bild davon machen. In jedem Fall stehen Ihnen im Archiv des Vatikan ja die Unterlagen des World Uranium Hearing, 1992 in Salzburg, zur Verfügung, dessen internationalem "Board of Listeners" auch ein Vertreter des Heiligen Stuhl angehörte.

Verkürzt läßt sich sagen: Atomenergie bedeutet Kulturzerstörung und Menschenopfer. Als Stellvertreter Gottes haben Sie beides abgesegnet(mehr von Claus Biegert)...

Siehe auch:
1.8.07Vatikan: Ja zur Atomenergie
5.8.07Du sollst den Kern nicht spalten! (Kommentar von Franz Alt)
8.5.07Spaltprozesse Kolumne von Wolfgang Heuss


BUGA '07
für BR Kultur-Journal

Ortstermin: BUGA-Pressekonferenz in Gera...

Was ist hier im Busch?

Es ist die Vergangenheit! (mehr von Claus Biegert)

Siehe auch:
Blick hinter die "Heile Welt"
der BUGA 2007 (von IPPNW).


Wismut: Uranbergbau | Folgen | Alltag – Eine Ausstellung der IPPNW



Woher der Strom
kommen soll

Die BündnisGrünen halten an ihren Plänen zu den Themen erneuerbare Energien und Verwaltungsstrukturreform fest. Das ergab ein UeNa-Gespräch mit Karl-Martin Hentschel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag (mehr von Michelle Kossel, Kieler Nachrichtung online)...


Musik hören, Atomwaffen abschaffen
Musik hören, Atomstrom abschalten.
So einfach geht's nicht! Oder doch?
Find out HERE.
Wir gehen Anfang 2008 online!




Neues Memorandum "Jenseits von Kohle und Atom" veröffentlicht

Wir informieren Sie über eine Denkschrift von Hermann Scheer zu den tatsächlich gegebenen Herausforderungen an die Energiepolitik. Die Denkschrift zeigt u.a. auf, dass es sachlich weder notwendig noch politisch-strategisch ratsam ist, als Ersatzbedarf für den Atomausstieg auf neue fossile Großkraftwerke zu setzen. Wer angesichts der alarmierender werdenden Klimadaten auf neue fossile Großkraftwerke setzt, riskiert damit, dass die Akzeptanz in der Öffentlichkeit für den Atomausstieg sinkt. Außerdem wird beschrieben, warum es weder nötig noch ratsam ist, auf "clean coal"-Kraftwerke zu setzen. Sie finden das vollständige Memorandum "Jenseits von Kohle und Atom" hier.

Ausstellung Deutschlands Kernkraftwerke

Der Münchner Fotograf Thomas Dashuber hat die 20 Kernkraftwerke Deutschlands fotografiert. Die Fotos lassen nicht erkennen, ob die Reaktoren bereits still gelegt sind oder noch Strom liefern und wieviel. Er will mit diesen Porträts uns in Erinnerung rufen, dass unsere tägliche Energie bedeutet, dass 20 Plätze Deutschlands auf Jahrtausende ein Gefahrenpotential für die Bürger Deutschlands und die Bürger der angrenzenden Länder darstellt. Auch wenn es in keinem der Reaktoren zu einem GAU kommt, werden sie auf Jahrtausende stehen bleiben und müssen rund um die Uhr geschützt werden. Die Frage der Endlagerung radioaktiven Materials ist, entgegen anders lautender Verlautbarungen, bis heute nicht gelöst.

Klaus Traube: Atomenergie – unverantwortliche Bedrohung, marginale Potenziale

Die Nutzung der Atomenergie wurde anfangs als Substitut für die begrenzten fossilen Energieträger und als billige Energiequelle propagiert. Als Versuch, die Bedenken der Umweltbewegung aufzufangen, wurde später der Klimaschutz als weiterer Grund für den Ausbau der Atomenergie hinzu genommen. Vor dem Hintergrund einer aus Sicht der Atombefürworter enttäuschenden globalen Entwicklung sowie zu geringer Fortschritte beim Klimaschutz, aber auch angeregt durch erhebliche Ölpreissteigerungen und die politische Diskussion um den Atomausstieg in Deutschland werden in letzter Zeit neue Hoffnungen auf eine Renaissance der Atomenergie gesetzt. Auftrieb bekam das Gerede von der Atomrenaissance durch die finnische und französische Entscheidung zum Bau je eines neuen Kernkraftwerks und durch Verlautbarungen der Internationalen Atomenergie Organisation (IAEA), die Atomenergie werde wieder Auftrieb bekommen. Welche Rolle spielt die Atomenergie für den Klimaschutz und die energiewirtschaftliche Entwicklung derzeit und welche Rolle könnte sie auf längere Sicht spielen?

Die Atomenergie wird weitaus überschätzt (mehr von Klaus Traube)...

Siehe auch:
Was wird aus der Atomkraft?

Plädoyer für ein Weiterlaufenlassen der Kernkraft? Was lehrt uns die Deutsche Physikalische Gesellschaft über Rationalität?




Die seltsame atomare Verdrängung

Vor 60 Jahren - am Abend des 4. März 1945 - fand auf dem Truppenübungsplatz bei Ohrdruf, südwestlich von Erfurt in Thüringen, ein Test statt, an den wir uns erinnern müssen. In den späten Jahren des Dritten Reiches gab es mehrere Gruppen von Wissenschaftlern und Technikern, die sich mit der Entwicklung einer Atombombe befaßt haben. Es gibt viel Literatur über Werner Heisenberg und Carl-Friedrich von Weizsäcker, nur sehr spärlich sind die Informationen über die konkurrierende Gruppe im Heereswaffenamt unter Kurt Diebner. Das ist erstaunlich, weil Diebner und nicht Heisenberg den technischen Durchbruch noch kurz vor Kriegsende geschafft hatte (mehr von Dr. Sebastian Pflugbeil)...

Historikerstreit über Hitlers Bombe
Deutsche Wissenschaftler sollen in den vierziger Jahren Atombomben auf Rügen und in Thüringen getestet haben - das behauptet ein Historiker in einem neuen Buch der Deutschen Verlags-Anstalt. Die Aussage ist höchst umstritten, Aussagen von Zeitzeugen sprechen dagegen (weiter)...

Internationale Plakatkampagne "Atomkraftwerke abschalten" plakat

atomfreie denken

atomfreie denken photo von Craig Reishus

Veranstaltungsrückblick:

Prof. Klaus Traube über den Atomausstieg der Bundesrepublik Deutschland

Prof. Klaus Traube über Atomwaffen

Wolfgang Lohbeck, Abrüstungsexperte "Greenpeace"
Antwort auf den Standpunkt von Prof. Traube zu Atomwaffen

Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz,
über die IAEO

Transcripts and .mp3 files courtesy of Lorenz Stefan Baur.


Christian Ude, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Rede auf den 49. Ehrenbürger der Stadt München Hans-Peter Dürr am 25. Januar 2008


Texte von Peter Kafka

Die Aufsätze "Wohin rennen wir eigentlich?" und "Bildung in Eile" fassen das Lebenswerk von Peter Kafkas zusammen. In den letzten Jahren betonte er immer wieder, er habe sich von der Astrophysik ab- und dem Leben zugewandt, da ersteres gut noch von seinen Nachkommen erforscht werden könne, für das Überleben auf der Erde hingegen Eile geboten sei.

The 2007 Nuclear-Free Future Award Brochure

Salzburg bleibt Antiatomstadt Salzburg Residenz Die Residenz – Ort der Preisverleihung

Hier tagte 1992 das World Uranium Hearing, hier wurde 1998 zum ersten Mal der Nuclear-Free Future Award verliehen, hierher kehrte der Preis auf Einladung der Landesregierung am 18. Oktober 2007 zur 10. Verleihung zurück.

In der Kategorie "Widerstand" wurde Charmaine White Face geehrt, die Gründerin der "Defenders of the Black Hills", USA. Die Aktivistin von der indianischen Nation der Oglala gründete diese Organisation im Kampf gegen das Wiederaufleben des Uranabbaus in den Black Hills und auf ihrem Heimatreservat Pine Ridge. Uranabbau bedeutet nicht nur die radioaktive Verseuchung von Boden und Grundwasser, sondern auch die Zerstörung der heiligen Plätze des Stammes. www.defendblackhills.org

Den Preis für "Aufklärung" erhielt Prof. Dr. Siegwart-Horst Günter, Deutschland. Der Arzt, der bereits mit Albert Schweitzer in Afrika arbeitete, wies nach dem ersten Golfkrieg die Öffentlichkeit auf die tödlichen Folgen der mit abgereichertem Uran (DU – depleted uranium) gehärteten Geschosse der US-Armee hin. Für die internationalen Medien sind Uranwaffen – eine schwere Bedrohung für den Genpool der Menschheit – noch kein Thema. Mit Siegwart-Horst Günter ehrte die Jury des Nuclear-Free Future Award schon zum dritten Mal einen Wissenschaftler, der die entsetzlichen Folgen von DU-Waffen vor Ort persönlich studiert hat und durch keine Drohung zum Schweigen zu bringen ist.

In der Kategorie "Lösungen" wurden die "Mayors for Peace" ausgezeichnet 1982 hatte Takeshi Araki , damals Bürgermeister von Hirsohsima, eine einfache Idee von globaler Dimension: Was wäre, wenn alle Bürgermeister der Welt ihren Ort zu einer atomwaffenfreien Zone erklären würden? So begann die weltweite Bewegung der "Bürgermeister für den Frieden", eine konstruktive Alternative zur atomaren Aufrüstung und ein Netzwerk, das mittlerweile fast 2000 Orte in 122 Ländern umfasst. Der Vorsitzende, Tadatoshi Akiba, ist heute Bürgermeister von Hiroshima. Seine Rede in Salzburg.

Ehrenpreise für ihr Lebenswerk erhielten Freda Meissner-Blau und Prof. Armin Weiss. Die zwei Ältesten der mitteleuropäischen Anti-Atom-Bewegung – sie in Österreich gegen Zwentendorf, er in Deutschland gegen Wackersdorf, beide über 80 – erinnern uns an die Pflicht des Widerstand im Namen der kommenden Generationen.

Den Tag nach der feierlichen Preisverleihung widmeten alte und neue Preisträger, Jurymitglieder, Berater und andere Aktivisten der Vernetzung untereinander. Um den Nuclear-Free Future Award hat sich bereits eine weltweite Gemeinde engagierter Atomwaffen- und Kernkraftgegner gebildet. In einem öffentlichen Symposium schilderten die nach Salzburg gekommenen Experten die katastrophalen Folgen der vielfach propagierten "Renaissance der Kernenergie" und wiesen alternative Wege aus der Energie- und Klimakrise auf.

Öffentlich gezeigt wurde auch der Dokumentarfilm "Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra" gezeigt. Anschließend gab es ein Publikumsgespräch mit dem Regisseur Frieder Wagner und dem Protagonisten des Films – Prof. Dr. S.-H. Günther, dem Arzt und Epidemiologen, der am Vortag mit dem Preis für Aufklärung ausgezeichnet worden war.



Window Rock Preisträger 2006 PDF Nuclear-Free Future Award: die Preisträger 2006

Der Nuclear-Free Future Award wird seit 1998 jährlich an wechselnden Orten vergeben; dieses Jahr am 1. Dezember 2006 in Window Rock in Arizona, und zwar im Rahmen des Indigenous World Uranium Summit, der ersten internationalen Konferenz auf dem Navajo-Reservat. Geehrt werden mit dem internationalen Preis Menschen und Initiativen, die sich vorbildlich für eine Zukunft ohne Atomwaffen und Atomenergie einsetzen. Die internationale Jury hat als Preisträger 2006 bestimmt:

Widerstand
Sun Xiaodi, China

Der Uranabbau in Gansu wurde 2002 offiziell beendet. Seit 1988 spricht Sun Xiaodi, ein Bergarbeiter, über die gesundheitlichen Folgen – Krebs, Tot- und Missgeburten.

Aufklärung
Dr. Gordon Edwards, Kanada

Seit über 30 Jahren informiert der Mathematiker und Physiker die kanadische Öffentlichkeit in allen Medien sachkundig, geduldig und kompromisslos über die Gefahren von Atombomben und Kernenergie. U.a. dank seiner öffentlichkeitswirksamen konsequenten Aufklärung konnte die Atomlobby eine Reihe von Projekten - einen neuen Reaktor in Quebec, ein Atommüllendlager im Nordosten der USA, Uranabbau in mehreren kanadischen Provinzen - nicht verwirklichen.

Lösungen
Wolfgang Scheffler
und Heike Hoedt
, Deutschland

1986 baute der Ingenieur in Kenia seinen ersten Solarreflektor für eine Dorfküche. Heute gibt es in 21 Ländern knapp 1000 dieser stets vor Ort aus örtlich verfügbaren Materialen gebauten Geräte, deren bis 12 Quadratmeter großer Parabolspiegel photovoltaisch oder mit einem durch Gewichte betriebenen Uhrwerk der Sonne nachgeführt wird. Nicht nur Kranken- und Waisenhäuser, Schulen und Gemeinschaftsküchen schätzen Schefflers hocheffiziente und kinderleicht zu bedienenden Solarkocher.

Für sein Lebenswerk geehrt wird Ed Grothus, USA. Seit Jahrzehnten betreibt der ehemalige Atomtechniker vor den Toren der Kernwaffenschmiede Los Alamos einen "Schrotthandel" mit ausgemustertem Gerät aus dem Labor; viele Künstler bedienen sich hier. Ed Grothus selbst hält seinen ehemaligen Kollegen lautstark, unverdrossen und vergnügt einen Spiegel vor, in dem die Fratze des Atomzeitalters sichtbar wird.

Besondere Anerkennung zollt der Award dem Southwest Research and Information Center in Albuquerque (www.sric.org), das seit 1971 die Bevölkerung der Region über den Nuklearkreislauf aufklärt und so der Atomlobby das Lügen erschwert, sowie dem Navajo-Umweltaktivisten Phil Harrison, der die unersättliche Uranindustrie unermüdlich bekämpft.

Courtesy of the Seventh Generation Fund and the Native Youth Coalition, the Nuclear-Free Future Window Rock Awards Ceremony MP3 Audio Files.
Download to disk, then open:

Track 1: The Honorable Joe Shirley, Jr.
Track 2: Cora Maxx Phillips
Track 3: Claus Biegert
Track 4: Feng Congde
Track 5: Message from Sun Xiaodi
Track 6: Robert Del Tredici
Track 7: Dr. Gordon Edwards
Track 8: Micheal Horse
Track 9: Wolfgang Scheffler
and Heike Hoedt

Track 10: Willem Malten
Track 11: Ed Grothus
Track 12: Jill Momaday-Gray
Track 13: Phil Harrison
Track 14: Southwest Research and Information Center

DECLARATION OF THE INDIGENOUS WORLD URANIUM SUMMIT

DEKLARATION DES INDIGENOUS WORLD URANIUM SUMMIT
(Übersetzt von Wolfgang Heuss)

Sun Xiaodi hat Anfang November den Polizisten, die vor seinem Haus Wache schieben, ein Schnippchen geschlagen und von einer Telefonzelle im Dorf aus mit Human Rights in China telefoniert, u.a. um sich für den Award zu bedanken. In Window Rock hat Feng Congde eine Diashow gezeigt, in der die kurze Rede Chinesisch zu hören war, während daneben die englische Übersetzung zu lesen war. Von Wolfgang Heuss, die deutsche Fassung

Doó dá leet tso doo hó zhó dóó
(Thomas Pampuch, taz)

10 000 Dollar Belohnung für Kernkraft Gegner (Angela Boschert, Münchner Merkur)

Einen Preis wert: Solarkocher aus Aislingen (Donau-Zeitung)

Stattdessen wurde alles noch schlimmer (Rohfassung des Artikels über Sun Xiaodi von Petra Kolonko, der am 17. April 2007 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist)

Indigenous World Uranium Summit:
Atomenergie keine Lösung fürs Klima (Norbert Suchanek, Neues Deutschland)


Unser Jury-Mitglied
John Mohawk, 61 Jahre alt, starb Anfang Dezember.
Claus Biegert würdigt das Leben des indianischen Philosophen und Historikers



Verleihung des 2005
Nuclear-Free Future Award
im Nobel-Institut in Oslo


Oslo Preisträger 2005 PDF

Seit April dieses Jahres ist auf dem Reservat der Navajo der Abbau von Uran per Gesetz verboten. Für diese Demonstration indianischer Souveränität erhält der Stammespräsident Joe Shirley, Jr. am 24. September in Norwegen den Nuclear-Free Future Award. In einem Gratulationsschreiben betonte Robert Redford die Bedeutung eines derartig mutigen Schrittes für die künftigen Generationen.

Die weiteren Preisträger sind Hilda Lini aus Vanuatu, Gallionsfigur der Bewegung für einen atomfreien Pazifik, der dänische Windkraftpionier Preben Maergaard und die österreiche Anti-Atom-Aktivistin Mathilde Halla.

Die Geldpreise für "Widerstand" und "Lösungen" sind mit je 10 000 Dollar dotiert, die Ehrenpreise mit Werken zeitgenössischer Künstler; dieses Jahr von Ulrike Arnold und Tobias Wittenborn. Die in München ansässige Nuclear-Free Future Award-Initiative vergibt den Preis zusammen mit IPPNW Deutschland.



Nuclear-Free Future Award: die Preisträger 2004

Die Nuclear-Free Future Awards 2004 wurden am 28. November im Atomstaat Indien verliehen - als krönender Abschluss einer dreitägigen Konferenz der indischen Antiatom- und Friedensbewegung in Jaipur. Ausgezeichnet und mit jeweils 10.000 Dollar Preisgeld gefördert wurden:

Widerstand: JOAR, indigene indische Bauern;
Aufklärung: Asaf Durakovic, amerikanischer Nuklearmediziner;
Lösungen: Jonathan Schell, amerikanischer Publizist.

Den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk erhielt Hildegard Breiner, die Grande Dame der österreichischen Antiatombewegung, die ihre Vorarlberger Mitbürger in den erfolgreichen Widerstand gegen Zwentendorf und Wackersdorf geführt hat. Wir dokumentieren Laudatio und Dankesrede.

Besondere Anerkennung zollte der Nuclear-Free Future Award der indischen City Montessori School in Lucknow (www.cmseducation.org). Friedenserziehung spielt eine Schlüsselrolle im Lehrplan dieser Schule, die auch eine viel beachtete internationale Kampagne gegen Atomwaffen und Kernenergie initiiert hat.

Vom Pentagon
schlicht gefeuert

Der Mediziner Durakovic erhält morgen den Anti-Atom-Preis für seinen Kampf gegen radioaktiv belastete Munition. Zudem geehrt: indische Bauern und ein US-Publizist.

taz Nr. 7525 vom 27.11.2004, Seite 8, 87 TAZ-Bericht von Wolfgang Heuss

Jonathan Schell and Rajastan youth photo by Robert Del Tredici 24.01.07–Robert Del Tredicis Bilder von der 2004 Preisverleihung

Jaipur Award ceremony
2004 Award recipients
JOAR photo
Prof. Asaf Durakovic photo
JOAR at the ceremony
Jonathan Schell in Jaipur
Photo of Hildegard Breiner
Photo of Indian youth
Jonathan Schell with Indian youths
Asaf Durakovic in Jaipur
Indian musician
Claus Biegert at the Barefoot College
Photo of Jonathan Schell
Liam O' Moanli's head-wrapping
Barefoot College solar technician
Barefoot Jonathan Schell
Claus Biegert photo



Munich Zeremonie PDF
Die Preisträger 2003

Mit dem Nuclear-Free Future Award werden seit 1998 weltweit Menschen geehrt und gefördert, die sich für eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie erfolgreich einsetzen. Der Preis ist mit 30 000 Euro dotiert. 2003 fand die feierliche Verleihung unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Ude am 12. Oktober im Alten Rathaus in München statt.

Die internationale Jury hat soeben die Preisträger 2003 in den drei Kategorien Widerstand, Aufklärung und Lösungen bekannt gegeben. Außerdem gibt es einen Ehrenpreis für Lebenswerk.

Wie letztes Jahr in St. Petersburg können auch diesmal nicht alle Preisträger ihren Preis persönlich entgegen nehmen - weil sie im Gefängnis sitzen. Der Wind, der konsequenten Atomgegnern ins Gesicht bläst, wird mancherorts deutlich schärfer.

Die Ordensschwestern
Die Wissenschaftlerin
Der Medizinmann
Die Physikerin

Der Medizinmann
und die Bombe

Zum Tode unseres Preisträgers Corbin Harney. Nachruf von Renate Domnik auf den spirtuellen Ältesten und Anti-Atom-Aktivisten der Western Shoshone.



Die Preisträger 2002

Der internationale Preis für eine Zukunft ohne Atomwaffen und Atomenergie war am 5. Oktober in St. Petersburg verliehen. Die Internationale Jury, zu der u.a. Christine von Weizsäcker, Johan Galtung, Monika Griefahn, Till Bastian, Peter Stephan Jungk und Angela Davis gehören, entschied sich in den Kategorien Widerstand, Aufklärung und Lösungen für folgende Personen:
Widerstand: Mordecai Vanunu, Israel
Aufklärung: Ole Kopreitan, Norway
Lösungen: Helen Clark, Neuseeland
Den Preis für Lebenswerk teilen sich Aleksei Yablokov, Russia und Fran Macy, USA
Preis für besondere Verdienste: The Bulletin of Atomic Scientists, U.S.A.

Besuchen Sie die NuclearNo.ru-Seite über die 2002 Nuclear-Free Future Awards (auf russisch / mit Bilder)

07.7.07.– "Libby und Vanunu"
von Daniel Ellsberg



Carnsore Point Zeremonie PDF Die Preisträger 2001

Die Preise im Geiste des World Uranian Hearings gingen an Kevin Buzzacott, Australian, an Hans-Josef Fell, Deutschland, und an Kenji Higuchi, Japan. Solange Fernex, Frankreich, erhielt den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk, und David Lowry aus England bekam den Ehrenpreis für besondere Verdienste.



Berlin Zeremonie PDF
Die Preisträger des Nuclear-Free Future Awards 2000

Die Preise im Geiste des World Uranian Hearings gingen an Yuri I. Kuidin in Kasachstan, an das Barefoot-College in Indien und an Atomkraftgegner in Kanada / Klaus Traube erhält den Ehrenpreis für sein Lebenswerk





Ein Anti-Atom-Wochenende im Indianerland

Die Nuclear-Free Future Award Preisträger 1999 sind:
Widerstand: Grace Thorpe und Dorothy Purley
Aufklärung: Lydia Popova
Lösungen: Ursula und Michael Sladek / Schönau
Lebenswerk: Stewart Udall



Was kann ich tun?

Google
  Web www.nuclear-free.com

© Copyright 1997-2008 . Nuclear-Free Future Award . Ganghoferstr. 52 . München D-80339
Tel.: +49 (0)89 28 65 97 14 . Fax: +49 (0)89 28 65 97 15