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Nuclear-Free News
Chinesischer Anti-Atom-Aktivist ins Arbeits-Straflager verbannt

Der bekannte Umweltaktivist und Träger des Nuclear Free Future-Award (2006), Sun Xiaodi, wurde vor kurzem zu zwei Jahren "Umerziehungs-Arbeitslager" verurteilt – wegen seiner fortgesetzten Bemühungen, Korruption und gefährliche Umweltvergiftung, wie sie beide für Chinas Nuklear-Industrie kennzeichnend sind, bekannt zu machen.

Seine Tochter, Sun Haiyan, sieht sich ebenfalls mit einem Urteilsspruch von 18 Monaten konfrontiert, wegen "krimineller Aktivitäten, die die Staatssicherheit gefährden". Ihre "Verbrechen": Sie sei mit verleumderischen Parolen an die Öffenlticheit getreten, in denen von "nuklearer Umweltverschmutzung" und "Menschenrechts-Verletzungen" die Rede sei. Mehr...

Siehe auch:
Environmental Activist Sun Xiaodi Sentenced to Two Years of Reeducation-Through-Labor; Daughter to Year-and-a-Half

Campact Endlager Tour, Foto: Craig Reishus Kernphysiker Dürr warnt
vor Atom-Ausstieg

12.10. news-adhoc–Der Kernphysiker und Ökologe Hans-Peter Dürr warnt eindringlich vor einem Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg. Es wäre ein schwerer Fehler, wenn sich die neue schwarz-gelbe Bundesregierung für eine Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke entscheiden sollte. "Wir erzeugen mit Atomkraftwerken nur relativ wenig Energie, ihre Gefahren sind jedoch ungeheuer", sagte Dürr am Mittwoch in einem ddp-Interview in München. Stattdessen fordert der Wissenschaftler, so schnell wie möglich auf eine Vollversorgung mit Sonnenenergie zu setzen.

"Wenn wir es geschafft haben, in zehn Jahren einen Mann auf den Mond zu schießen, schaffen wir auch die solare Revolution", sagt Dürr. Die Fantasie des Menschen sei im Prinzip unbegrenzt. Letztlich gehe es nur um die Frage, on man bereit sei, die notwendigen Geldsummen in die Energiewende zu stecken. "Wenn Banken pleite gehen, wird einfach Geld gedruckt. Ich würde auch für den Umstieg auf Sonnenenergie auf Teufel komm raus Geld drucken."

Die solare Energiewende ist laut Dürr nur möglich, wenn auch die großindustriellen Strukturen der Energieerzeugung verändert werden. Die Energieherstellung müsse in der Hand der Bürger und Kommunen, nicht der Großkonzerne oder Staaten liegen. Mehr von news-adhoc.com...

Du sollst den
Kern nicht spalten!

12.9.–So verspielt man Vertrauen. Nicht nur beim atomaren Zwischenlager Asse wurde manipuliert, sondern auch beim geplanten Endlager Gorleben. In dieser Woche stellte sich heraus, dass Helmut Kohls Minister im Jahr 1983 im Auftrag der Atomwirtschaft getrickst, getäuscht und gelogen haben. Gorleben sollte damals um jeden Preis der Öffentlichkeit als "geeignetes" Endlager für Atommüll präsentiert werden. Mehr von Franz Alt...

100 gute Gründe gegen Atomkraft, kurz und klar

Die Atomkraft ist wieder im Gespräch: Als Klimaretter, als Preisgarant – sogar als Bioenergie.

Mit derartigen Argumenten wirbt die Atomindustrie für ein Comeback der Atomenergie und setzt alles daran, dass eine neue Bundesregierung den Atomausstieg rückgängig macht. Dies wollen die Elektrizitätswerke Schönau verhindern: Daher haben sie die Kampagne Wrack ab! gestartet. Was soll abgewrackt werden? Natürlich die Atomkraftwerke! Mehr von Ursula Sladek und EWS Schönau, 1999 Nuclear-Free Future Award Preisträger...

Afrika offiziell zur atomwaffenfreien Zone erklärt

13.8.–Afrika ist offiziell atomwaffenfreie Zone. Wie das südafrikanische Institut für Sicherheitsstudien am Mittwoch erklärte, ist ein entsprechender Vertrag in Kraft getreten, nachdem Burundi als 28. Staat seine Ratifizierungsurkunde übergeben hat. Es war gemeinsam mit mehreren anderen internationalen Einrichtungen am Zustandekommen des sogenannten Abkommens von Pelindaba beteiligt. Mehr von Salzburger Nachrichten...

Foto copyright Thomas Dashuber
Das Krüm(m)elmonster

ZDF Video: Krümmel: Wie gefährlich war der Störfall?

Die Hamburger Morgenpost
meint zum Pannen-AKW:


"Dieses Mal stand die ganze Stadt still. 1500 Ampeln sind gestern deshalb ausgefallen, weil sich der schrottreife Reaktor selbst abgeschaltet hatte. Schon lange nicht mehr war die Anfälligkeit der Uralt-Reaktortechnik so unmittelbar zu erleben. Vattenfall hält trotzdem an Krümmel fest. Der Stromkonzern hofft auf eine schwarz-gelbe Regierung im Herbst, und dass diese die Restlaufzeit für das AKW verlängern wird. Längst geht es also nicht mehr nur um Krümmel: Es geht um eine Richtungsentscheidung. Atomausstieg ja oder nein. Dabei ist seit gestern jedem klar: Auf diese Technik ist kein Verlass – und sie macht Angst!"

Mehr zum Thema:

13.7.abendblatt.de: Gefährliche Partikel im Krümmel-Reaktor
11.7.sueddeutsche.de: Gabriel und die Atomkraft – Windmühlen für Tschernobyl
11.7.sueddeutsche.de: Koch attackiert Energieversorger
9.7.welt-online.de: Krümmel wird zum Störfall für Schwarz-Grün
8.7.zeit.de: Greenpeace verschweißt Zufahrt zu Krümmel
8.7.neues-deutschland.de: Boykottaufruf gegen Vattenfall
8.7.bild.de: Sparwut! Vattenfall tauscht defekten Trafo gegen gebrauchten aus!
7.7.abendblatt.de: Der Störfall Vattenfall
7.7.taz.de: CDU will noch 20 Jahre Atomkraft
7.7.abendblatt.de: "Was wäre, wenn wirklich etwas geschehen wäre?"
6.7.welt.de: Greenpeace-Aktivisten verriegeln AKW Krümmel
6.7.focus.de: "Der Störfall ist der Normalfall"
6.7.spiegel.de: Gabriel will mit Krümmel-Störfall Wahlkampf machen
6.7.stern.de: Kanzlerin widerspricht Gabriel

Neuer Mann
an der IAEA-Spitze

2.7.dw-world.de–Nach monatelangem Ringen hat sich die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) auf einen neuen Chef verständigt: Der Japaner Yukiya Amano tritt kein leichtes Erbe an. Wenn seine Wahl auch von der Generalversammlung aller IAEA-Mitgliedsstaaten im September bestätigt werde, werde er sein "Äußerstes tun, das Wohlergehen der Menschheit zu fördern und nachhaltige Entwicklung durch die friedliche Nutzung von Atomenergie sicherzustellen", erklärte Yukiya Amano in Wien. Zugleich rief der 62-Jährige "alle Mitgliedstaaten im Norden, im Süden, im Osten und Westen" zum gemeinsamen Kampf gegen die Verbreitung von Atomwaffen auf. Der Japaner erinnerte auch an die Geschichte seines Landes, das als einziges jemals mit Atombomben angegriffen wurde. Mehr von Deutsche Welle...

DESERTEC-PROJEKT – Lösung mit Zukunft oder technologischer Irrweg?

Strom aus der Wüste soll bis 2020
auch hier im Netz sein


20.06.TÜBINGEN –Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ist ein Motiv für viele Menschen, sich mit Fragen des energieeffizienten Bauens und Sanierens zu beschäftigen. Solare Energie lässt sich aber nicht nur auf Hausdächern, sondern auch in großen Kraftwerken erzeugen.

Die Frage, ob das der richtige Weg zur Energiewende ist, hat durch die Debatte um die Desertec-Solarkraftwerke im Sonnengürtel Afrikas neue Nahrung erhalten. Ob sich ein solcher Ansatz durchsetzt, könnte auch Auswirkungen auf die Frage haben, ob der Strom künftig von hiesigen Dachflächen oder aus der Wüste kommt.

In Schwung gekommen ist die Diskussion durch die Ankündigung einer Gruppe von zwanzig großen Konzernen, deutsche Haushalte mittelfristig mit Solarstrom aus Afrika zu versorgen. Mitte Juli 2009 wollen sich die Firmen, darunter die Münchener Rück, Siemens, die Deutsche Bank und RWE, zu einem Konsortium zusammenschließen. Der Bau riesiger Solarkraftwerke soll 400 Milliarden Euro kosten und ab 2020 Strom liefern.

Streit ist entbrannt an der Frage, ob eine zentrale Energieerzeugung, wie das Desertec-Projekt sie vorsieht, aus energiepolitischer Sicht Sinn macht. Widerspruch kommt in dieser Frage ausgerechnet von Solarpionier Hermann Scheer. Er kritisiert die beim bisherigen Ansatz vorgesehene zentrale Energieerzeugung. Übersehen werde, dass mit einer Dezentralisierung der Stromerzeugung regionale Wertschöpfung stattfinde anstatt diese nur in der Hand weniger Stromkonzerne zu konzentrieren, die ihr Anbietermonopol erhalten wollen, argumentiert er. Mehr von enbausa.de...

Mehr zum Thema:

24.6.focus.de: RWE: Desertec soll vorrangig Strom für Afrika liefern
22.6. spiegel.de: Vattenfall-Chef: "Europa muss seinen Strom in Europa erzeugen"
16.6.zeit.de: Afrika soll Deutschland mit Solarstrom versorgen
17.6.eurosolar.de: Hermann Scheer: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?
18.6.desertec.org: Kommentar der DESERTEC Foundation zur Pressemitteilung von EUROSOLAR/Hermann Scheer
21.6.faz.net: "Wir brauchen keinen Strom aus der Sahara"
20.6.fr-online.de: Grüne Wüste oder Schwarzer Plan?
20.6.fr-online.de: Verbraucherschützer Krawinkel über Desertec – Mehr Optimismus!
2009.eurosolar.de: Die Sahara-Sonne: Für wen und für was? – Editorial von Hermann Scheer
2009.solarserver.de: Desertec – Strom aus der Wüste: Chance oder Fehler? – Im Interview mit Eva Kohlhepp (fesa e.V.) positionieren sich Michael Straub, Marketingleiter der DESERTEC Foundation, und Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR, zu zentralen Fragen.

Deutschland ratifiziert als erstes Land Gründungsvertrag von IRENA

Gabriel: Bonn hervorragender Standort für Sitz der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien

12.06. Bundesumweltministerium Pressemitteilung–Deutschland wird als erstes Land den Gründungsvertrag der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) ratifizieren. Bundestag und Bundesrat haben in Rekordzeit das erforderliche nationale Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zeigte sich erfreut darüber und warb für Bonn als Sitz des IRENA-Sekretariats. Die Bundesregierung hat sich mit dem UN-Standort für die Ansiedelung der neuen Organisation am Rhein beworben. Mehr...

Die Finnische
Nuclear-Renaissance:
ein Problemfall

29.05.OLKILUOTO, Finland (James McKiney, New York Times – eigene, gekürzte, auszugsweise Übersetzung von C.-P. Lieckfeld, NFFA)–Die Obama-Administration nimmt Kurs auf saubere Energie, und sie täte gut daran, sich in diesem Zusammenhang auch mit der wundersamen Geschichte der Reaktoren neuen Typs zu befassen.

Die massige Nuklear-Anlage auf dem sumpfigem Gelände einer Finnischen Insel sollte das Vorzeigestück einer Nuklear-Renaissance werden. Der stärkste je gebaute Reaktor sollte schneller und dazu noch billiger sein als seine Vorgänger – und sicherer obendrein. Aber es läuft nicht nach Plan. Nach fünfjähriger Bauzeit und tausend Defekten und Unzulänglichkeiten stiegen die Kosten um 50% auf 4.2 Milliarden US-Dollar. Der Reaktor sollte eingentlich in diesem Sommer fertig gestellt werden. Aber AREVA, die französiche Betreibergesellschaft und die Auftraggeber zeigen sich nicht länger bereit, Angaben zu machen, wann der Reaktor ans Netz gehen wird. Und während die Amerikanische Nuklear-Industrie sich aus Finnland eigentlich guten Wind erwartete, muss sie nun erkennen, dass bestimmte Hürden schwerer zu nehmen sind als erwartet. (...)

Man hatte sich in den USA durch Standardisierung erhebliche Einsparungen versprochen. Nun zeigt sich, dass die neuen Reaktoren weder einfacher noch billiger zu bauen sind als die Vorgängergeneration, denen die Katastrophen von Three Mile Island und Tschernobyl das Ende ihrer Boomzeit beschert hatten. Auch der im Bau befindliche Klon des finnischen Reaktor in Flamavill, Frankreich, liegt schon nicht mehr im Zeit- und Budget-Plan. (...)

Wenn Atomenergie einen großen Beitrag zur Reduktions von Treibhausgasen leisten soll, dann müssten pro Jahr durchschnittlich 12 Reaktoren gebaut werden und das bis ins Jahr 2030 – sagt die Nuclear Agency of the Organization for Economic Cooperation and Development. Bisher sind nicht mal genug Reaktoren im Bau, um diejenigen zu ersezten, die ans Ende ihrer Laufzeit gelangt sind. Von den 45 Meilern, die derzeit weltweit gebaut werden, haben 22 "Konstruktions Verzug" – so der atomkritische Mycle Schneider, in einer Studie für die Bundesregierung Deutschland, und er fügte hinzu, bei neun fehlen Angabe, wann sie ans Netz gehen könnten. Die meisten Neu-Anlange sind in Ländern wie China und Russland im Bau, Ländern in denen zentralistische Regierungen der Atomenergie Priorität einräumen. Zum Original-Bericht in der New York Times vom 29 Mai...

Uran Tour 2009, München, Foto: Craig Reishus Der Abbau des begehrten Uran in Afrika hat weitreichende Folgen

24.05.–Radioaktives Uran ist der Rohstoff aller Atomenergie. Viele Industrienationen denken derzeit über den Bau neuer Atomkraftwerke nach: Der Bedarf an Uranerz wird daher wohl wachsen. Die Uranindustrie will dieses vor allem in Afrika fördern. Doch Umwelt- und Arbeitsschutz werden dabei vernachlässigt. Mehr von Ralph Ahrens, Deutschlandfunk...

Medr zum Thema:

27.3.dw-world.de: Frankreichs Atomgeschäft mit Niger – "Katastrophe" in der Wüste"

14.5.woz.ch: Der Schamane und der Schweizer Strom

Die Abschaffung

18.05.–Ob US-Präsident Obama die drängende Warnung Jonathan Schells im Sinn hatte, als er am ersten Sonntag im April in Prag vor Tausenden begeisterter Zuhörer ankündigte, nunmehr endlich Ernst machen zu wollen mit der Abschaffung sämtlicher Atomwaffen auf unserem Planeten, mag dahinstehen. Jedenfalls hat das, was der Autor des Bestsellers »Das Schicksal der Erde« anno 1982 mit dramatischen Worten anmahnte, bis auf den heutigen Tag nicht ein Jota an Aktualität eingebüßt. »Eines Tages – und vermutlich wird dieser Tag bald kommen –«, so Schell, »werden wir unsere Entscheidung treffen müssen. Entweder werden wir in eine Agonie versinken, aus der es keine Rettung mehr geben wird, und die Welt wird mit uns untergehen, oder aber wir werden, wie jemand, der ein todbringendes Gift eingenommen hat und im letzten Augenblick aus seiner Betäubung erwacht und das Gift ausspeit, unsere Ängste und unsere Verdrängungen überwinden, unsere halbherzigen Ausflüchte beiseiteschieben und aufstehen, um sämtliche Atomwaffen vom Antlitz der Erde hinwegzufegen.« Obamas Wortwahl stimmte damit auffällig überein: »Auch wir müssen eine Entscheidung treffen«, sagte er, um wenig später anzufügen: »Als Nuklearmacht, als einzige Atommacht, die diese Nuklearwaffe eingesetzt hat, haben die Vereinigten Staaten eine moralische Verpflichtung, hier zu handeln. … Ich möchte heute also ganz deutlich und mit Überzeugung Amerikas Bereitschaft erklären, den Frieden und die Sicherheit in einer Welt ohne Atomwaffen anzustreben.« Mehr von Jürgen Rose in Ossietzky 9/2009

Siehe auch:
Jonathan Schell,
2004 Nuclear-Free Future Award

Die Akte Wismut

19.01.09–Vor der Wende hat Michael Beleites Kopf und Kragen riskiert, um die Wahrheit über die Wismut, den Uran-Bergbau in der DDR, ans Licht zu bringen. Ende Oktober vergangenen Jahres erzählte er seine Geschichte bei der Verleihung des Nuclear Free Future Award in München (mehr von Natur & Kosmos, 01.2009)...

Die verhängnisvollen Folgen der Uranmunition

Seit Beginn der Neunziger Jahre wird DU-Munition als "panzer-und bunkerbrechende" Waffe tonnenweise eingesetzt (z.B.im Irak 1991 und 2003, 1995 und 1999 auf dem Balkan, seit 2001 in Afghanistan, aber auch in Tschetschenien und im pakistanischen Grenzgebiet). Der Rohstoff für die Waffen mit der extrem hohen Durchschlagskraft ist ein Abfallprodukt der Atomindustrie. Es entsteht bei der Herstellung von Brennstäben in Atomanlagen.

Abgereichertes Uran erhöht die Zerstörungskraft von Geschossen und erspart der Atomindustrie die kostspielige Entsorgung eines Abfallprodukts. DU-Munition verseucht nicht nur die Schlachtfelder und die Atemluft von Soldaten und Zivilbevölkerung radioaktiv, sie bewirkt schon heute einen schleichenden Massenmord. Die Zahl der Fehlgeburten, Missbildungen bei Neugeborenen und Krebs sind in den betroffenen Gebieten in die Höhe geschnellt. Der tödliche Feinstaub in Nanogröße verseucht Böden und Wasser und wird vom Wind über den ganzen Erdball getrieben. Die Nano-Partikel haben eine Halbwertzeit von 4,5 Milliarden Jahren.

Industrie, Regierungen und Militärs unterdrücken die Wahrheit über DU-Munition, unter anderem weil sie Schadensersatzforderungen der Opfer fürchten. Die Mainstream-Medien schweigen und machen sich zu Komplizen (mehr)...


Red CrowRed Crow:
ein Kämpfer mit Gitarre

Claus Biegert zum Tode unseres langjährigen Unterstützers Floyd Red Crow Westerman – Sänger, Schauspieler und indianischer Aktivist.


Ausstellung Deutschlands Kernkraftwerke

Der Münchner Fotograf Thomas Dashuber hat die 20 Kernkraftwerke Deutschlands fotografiert. Die Fotos lassen nicht erkennen, ob die Reaktoren bereits still gelegt sind oder noch Strom liefern und wieviel. Er will mit diesen Porträts uns in Erinnerung rufen, dass unsere tägliche Energie bedeutet, dass 20 Plätze Deutschlands auf Jahrtausende ein Gefahrenpotential für die Bürger Deutschlands und die Bürger der angrenzenden Länder darstellt. Auch wenn es in keinem der Reaktoren zu einem GAU kommt, werden sie auf Jahrtausende stehen bleiben und müssen rund um die Uhr geschützt werden. Die Frage der Endlagerung radioaktiven Materials ist, entgegen anders lautender Verlautbarungen, bis heute nicht gelöst.

Klaus Traube: Atomenergie – unverantwortliche Bedrohung, marginale Potenziale

Die Nutzung der Atomenergie wurde anfangs als Substitut für die begrenzten fossilen Energieträger und als billige Energiequelle propagiert. Als Versuch, die Bedenken der Umweltbewegung aufzufangen, wurde später der Klimaschutz als weiterer Grund für den Ausbau der Atomenergie hinzu genommen. Vor dem Hintergrund einer aus Sicht der Atombefürworter enttäuschenden globalen Entwicklung sowie zu geringer Fortschritte beim Klimaschutz, aber auch angeregt durch erhebliche Ölpreissteigerungen und die politische Diskussion um den Atomausstieg in Deutschland werden in letzter Zeit neue Hoffnungen auf eine Renaissance der Atomenergie gesetzt. Auftrieb bekam das Gerede von der Atomrenaissance durch die finnische und französische Entscheidung zum Bau je eines neuen Kernkraftwerks und durch Verlautbarungen der Internationalen Atomenergie Organisation (IAEA), die Atomenergie werde wieder Auftrieb bekommen. Welche Rolle spielt die Atomenergie für den Klimaschutz und die energiewirtschaftliche Entwicklung derzeit und welche Rolle könnte sie auf längere Sicht spielen?

Die Atomenergie wird weitaus überschätzt (mehr von Klaus Traube)...

Siehe auch:
Was wird aus der Atomkraft?

Plädoyer für ein Weiterlaufenlassen der Kernkraft? Was lehrt uns die Deutsche Physikalische Gesellschaft über Rationalität?


Texte von Peter Kafka

Die Aufsätze "Wohin rennen wir eigentlich?" und "Bildung in Eile" fassen das Lebenswerk von Peter Kafkas zusammen. In den letzten Jahren betonte er immer wieder, er habe sich von der Astrophysik ab- und dem Leben zugewandt, da ersteres gut noch von seinen Nachkommen erforscht werden könne, für das Überleben auf der Erde hingegen Eile geboten sei.


Christian Ude, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Rede auf den 49. Ehrenbürger der Stadt München Hans-Peter Dürr am 25. Januar 2008


atomfreie denken

atomfreie denken photo von Craig Reishus

Veranstaltungsrückblick:

Prof. Klaus Traube über den Atomausstieg der Bundesrepublik Deutschland

Prof. Klaus Traube über Atomwaffen

Wolfgang Lohbeck, Abrüstungsexperte "Greenpeace"
Antwort auf den Standpunkt von Prof. Traube zu Atomwaffen

Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz,
über die IAEO

Transcripts and .mp3 files courtesy of Lorenz Stefan Baur.

Music for a Nuclear-Free Future Volume 1
Music for a Nuclear-Free Future Volume 1

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Nuclear-Free Future Award: die Preisträger 2008 The 2008 Nuclear-Free Future Award Brochure

Jillian Marsh, Adnyamathanha Nation

Manuel Pino, Acoma Pueblo

2008 Award Broschüre

Pressebilder, FLATZ Aktion, Preisverleihung...

Presseschau

Die Diskussion um Atomkraft kreist meist um das Ende der nuklearen Kette: um die ungelösten Fragen der Endlagerung und konkret gerade um leckende Salzstöcke. Dann wieder geht es um die Mitte: um die "sichersten Kernkraftwerke der Welt", die angeblich spottbilligen Ökostrom produzieren. Wir Skeptiker sagen, dass schon der "Normalbetrieb" tödliche Risiken birgt. Tschernobyl ist da nur das bekannteste Kürzel.

All das wissen informierte Menschen – mehr oder weniger.

Über das erste Kettenglied der atomaren Menschheitsfessel dagegen spricht fast niemand. Der Uranerz-Abbau bedroht im "Normalbetrieb" Menschen; meist indigene Völker, die in den Abbaugebieten – zum Beispiel in Australien, Indien, Kanada und den USA – leben. Sie atmen radioaktiven Staub ein, sie trinken verseuchtes Grundwasser, sie werden krebskrank, sie bringen missgebildete Kinder zur Welt. Wir aber wollen davon nichts wissen, und unsere Medien behelligen uns auch nicht damit – von den Verdrängungsleistungen der Politik ganz zu schweigen.

Das kollektive Schweigen bricht seit zehn Jahren der Nuclear-Free Future Award, laut taz der wichtigste Antiatompreis der Welt. In diesem Jahr ehrt der Preis die betroffenen Indigenen beider Hemisphären und ihren aktiven Widerstand in der Person des Pueblo-Indianers Manuel Pino, New Mexiko, USA
und der Aborigine-Frau Jillian Marsh, Adnyamathanha Nation, Australien

Beide Preisträger engagieren sich seit Jahrzehnten in herausragender Weise für Lebensrecht von Menschen, deren Kultur und deren Heimat dem Uranabbau geopfert werden. Sie fordern: Das Uran muss in der Erde bleiben!

The 2007 Nuclear-Free Future Award Brochure

Salzburg bleibt Antiatomstadt

Hier tagte 1992 das World Uranium Hearing, hier wurde 1998 zum ersten Mal der Nuclear-Free Future Award verliehen, hierher kehrte der Preis auf Einladung der Landesregierung am 18. Oktober 2007 zur 10. Verleihung zurück.

In der Kategorie "Widerstand" wurde Charmaine White Face geehrt, die Gründerin der "Defenders of the Black Hills", USA. Die Aktivistin von der indianischen Nation der Oglala gründete diese Organisation im Kampf gegen das Wiederaufleben des Uranabbaus in den Black Hills und auf ihrem Heimatreservat Pine Ridge. Uranabbau bedeutet nicht nur die radioaktive Verseuchung von Boden und Grundwasser, sondern auch die Zerstörung der heiligen Plätze des Stammes. www.defendblackhills.org

Den Preis für "Aufklärung" erhielt Prof. Dr. Siegwart-Horst Günter, Deutschland. Der Arzt, der bereits mit Albert Schweitzer in Afrika arbeitete, wies nach dem ersten Golfkrieg die Öffentlichkeit auf die tödlichen Folgen der mit abgereichertem Uran (DU – depleted uranium) gehärteten Geschosse der US-Armee hin. Für die internationalen Medien sind Uranwaffen – eine schwere Bedrohung für den Genpool der Menschheit – noch kein Thema. Mit Siegwart-Horst Günter ehrte die Jury des Nuclear-Free Future Award schon zum dritten Mal einen Wissenschaftler, der die entsetzlichen Folgen von DU-Waffen vor Ort persönlich studiert hat und durch keine Drohung zum Schweigen zu bringen ist.

In der Kategorie "Lösungen" wurden die "Mayors for Peace" ausgezeichnet. 1982 hatte Takeshi Araki , damals Bürgermeister von Hirsohsima, eine einfache Idee von globaler Dimension: Was wäre, wenn alle Bürgermeister der Welt ihren Ort zu einer atomwaffenfreien Zone erklären würden? So begann die weltweite Bewegung der "Bürgermeister für den Frieden", eine konstruktive Alternative zur atomaren Aufrüstung und ein Netzwerk, das mittlerweile fast 2000 Orte in 122 Ländern umfasst. Der Vorsitzende, Tadatoshi Akiba, ist heute Bürgermeister von Hiroshima. Seine Rede in Salzburg.

Ehrenpreise für ihr Lebenswerk erhielten Freda Meissner-Blau und Prof. Armin Weiss. Die zwei Ältesten der mitteleuropäischen Anti-Atom-Bewegung – sie in Österreich gegen Zwentendorf, er in Deutschland gegen Wackersdorf, beide über 80 – erinnern uns an die Pflicht des Widerstand im Namen der kommenden Generationen.

Den Tag nach der feierlichen Preisverleihung widmeten alte und neue Preisträger, Jurymitglieder, Berater und andere Aktivisten der Vernetzung untereinander. Um den Nuclear-Free Future Award hat sich bereits eine weltweite Gemeinde engagierter Atomwaffen- und Kernkraftgegner gebildet. In einem öffentlichen Symposium schilderten die nach Salzburg gekommenen Experten die katastrophalen Folgen der vielfach propagierten "Renaissance der Kernenergie" und wiesen alternative Wege aus der Energie- und Klimakrise auf.

Öffentlich gezeigt wurde auch der Dokumentarfilm "Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra". Anschließend gab es ein Publikumsgespräch mit dem Regisseur Frieder Wagner und dem Protagonisten des Films – Prof. Dr. S.-H. Günther, dem Arzt und Epidemiologen, der am Vortag mit dem Preis für Aufklärung ausgezeichnet worden war.



Window Rock Preisträger 2006 PDF Nuclear-Free Future Award: die Preisträger 2006

Der Nuclear-Free Future Award 2006 wurde am 1. Dezember auf dem Reservat der Navajo in Window Rock in Arizona vergeben. Die Verleihung fand im Rahmen des ersten Indigenous World Uranium Summit statt, einer mehrtägigen internationalen Konferenz über die katastrophalen Folgen des Uranabbaus für Naturvölker in aller Welt. Die Preisträger waren:

Widerstand
Sun Xiaodi, China

Der Uranabbau in Gansu wurde 2002 offiziell beendet. Seit 1988 spricht Sun Xiaodi, ein Bergarbeiter, über die gesundheitlichen Folgen – Krebs, Tot- und Missgeburten.

Aufklärung
Dr. Gordon Edwards, Kanada

Seit über 30 Jahren informiert der Mathematiker und Physiker die kanadische Öffentlichkeit in allen Medien sachkundig, geduldig und kompromisslos über die Gefahren von Atombomben und Kernenergie. U.a. dank seiner öffentlichkeitswirksamen konsequenten Aufklärung konnte die Atomlobby eine Reihe von Projekten - einen neuen Reaktor in Quebec, ein Atommüllendlager im Nordosten der USA, Uranabbau in mehreren kanadischen Provinzen - nicht verwirklichen.

Lösungen
Wolfgang Scheffler
und Heike Hoedt
, Deutschland

1986 baute der Ingenieur in Kenia seinen ersten Solarreflektor für eine Dorfküche. Heute gibt es in 21 Ländern knapp 1000 dieser stets vor Ort aus örtlich verfügbaren Materialen gebauten Geräte, deren bis 12 Quadratmeter großer Parabolspiegel photovoltaisch oder mit einem durch Gewichte betriebenen Uhrwerk der Sonne nachgeführt wird. Nicht nur Kranken- und Waisenhäuser, Schulen und Gemeinschaftsküchen schätzen Schefflers hocheffiziente und kinderleicht zu bedienenden Solarkocher.

Für sein Lebenswerk geehrt wird Ed Grothus, USA. Seit Jahrzehnten betreibt der ehemalige Atomtechniker vor den Toren der Kernwaffenschmiede Los Alamos einen "Schrotthandel" mit ausgemustertem Gerät aus dem Labor; viele Künstler bedienen sich hier. Ed Grothus selbst hält seinen ehemaligen Kollegen lautstark, unverdrossen und vergnügt einen Spiegel vor, in dem die Fratze des Atomzeitalters sichtbar wird.

Besondere Anerkennung zollt der Award dem Southwest Research and Information Center in Albuquerque (www.sric.org), das seit 1971 die Bevölkerung der Region über den Nuklearkreislauf aufklärt und so der Atomlobby das Lügen erschwert, sowie dem Navajo-Umweltaktivisten Phil Harrison, der die unersättliche Uranindustrie unermüdlich bekämpft.

Courtesy of the Seventh Generation Fund and the Native Youth Coalition, the Nuclear-Free Future Window Rock Awards Ceremony MP3 Audio Files.
Download to disk, then open:

Track 1: The Honorable Joe Shirley, Jr.
Track 2: Cora Maxx Phillips
Track 3: Claus Biegert
Track 4: Feng Congde
Track 5: Message from Sun Xiaodi
Track 6: Robert Del Tredici
Track 7: Dr. Gordon Edwards
Track 8: Micheal Horse
Track 9: Wolfgang Scheffler
and Heike Hoedt

Track 10: Willem Malten
Track 11: Ed Grothus
Track 12: Jill Momaday-Gray
Track 13: Phil Harrison
Track 14: Southwest Research and Information Center

DECLARATION OF THE INDIGENOUS WORLD URANIUM SUMMIT

DEKLARATION DES INDIGENOUS WORLD URANIUM SUMMIT
(Übersetzt von Wolfgang Heuss)

Sun Xiaodi hat Anfang November den Polizisten, die vor seinem Haus Wache schieben, ein Schnippchen geschlagen und von einer Telefonzelle im Dorf aus mit Human Rights in China telefoniert, u.a. um sich für den Award zu bedanken. In Window Rock hat Feng Congde eine Diashow gezeigt, in der die kurze Rede Chinesisch zu hören war, während daneben die englische Übersetzung zu lesen war. Von Wolfgang Heuss, die deutsche Fassung

Doó dá leet tso doo hó zhó dóó
(Thomas Pampuch, taz)

10 000 Dollar Belohnung für Kernkraft Gegner (Angela Boschert, Münchner Merkur)

Einen Preis wert: Solarkocher aus Aislingen (Donau-Zeitung)

Stattdessen wurde alles noch schlimmer (Rohfassung des Artikels über Sun Xiaodi von Petra Kolonko, der am 17. April 2007 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist)

Indigenous World Uranium Summit:
Atomenergie keine Lösung fürs Klima (Norbert Suchanek, Neues Deutschland)


Unser Jury-Mitglied
John Mohawk, 61 Jahre alt, starb Anfang Dezember.
Claus Biegert würdigt das Leben des indianischen Philosophen und Historikers



Verleihung des 2005
Nuclear-Free Future Award
im Nobel-Institut in Oslo


Oslo Preisträger 2005 PDF

Seit April dieses Jahres ist auf dem Reservat der Navajo der Abbau von Uran per Gesetz verboten. Für diese Demonstration indianischer Souveränität erhält der Stammespräsident Joe Shirley, Jr. am 24. September in Norwegen den Nuclear-Free Future Award. In einem Gratulationsschreiben betonte Robert Redford die Bedeutung eines derartig mutigen Schrittes für die künftigen Generationen.

Die weiteren Preisträger sind Hilda Lini aus Vanuatu, Gallionsfigur der Bewegung für einen atomfreien Pazifik, der dänische Windkraftpionier Preben Maergaard und die österreiche Anti-Atom-Aktivistin Mathilde Halla.

Die Geldpreise für "Widerstand" und "Lösungen" sind mit je 10 000 Dollar dotiert, die Ehrenpreise mit Werken zeitgenössischer Künstler; dieses Jahr von Ulrike Arnold und Tobias Wittenborn. Die in München ansässige Nuclear-Free Future Award-Initiative vergibt den Preis zusammen mit IPPNW Deutschland.



Nuclear-Free Future Award: die Preisträger 2004

Die Nuclear-Free Future Awards 2004 wurden am 28. November im Atomstaat Indien verliehen - als krönender Abschluss einer dreitägigen Konferenz der indischen Antiatom- und Friedensbewegung in Jaipur. Ausgezeichnet und mit jeweils 10.000 Dollar Preisgeld gefördert wurden:

Widerstand: JOAR, indigene indische Bauern;
Aufklärung: Asaf Durakovic, amerikanischer Nuklearmediziner;
Lösungen: Jonathan Schell, amerikanischer Publizist.

Den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk erhielt Hildegard Breiner, die Grande Dame der österreichischen Antiatombewegung, die ihre Vorarlberger Mitbürger in den erfolgreichen Widerstand gegen Zwentendorf und Wackersdorf geführt hat. Wir dokumentieren Laudatio und Dankesrede.

Besondere Anerkennung zollte der Nuclear-Free Future Award der indischen City Montessori School in Lucknow (www.cmseducation.org). Friedenserziehung spielt eine Schlüsselrolle im Lehrplan dieser Schule, die auch eine viel beachtete internationale Kampagne gegen Atomwaffen und Kernenergie initiiert hat.

Vom Pentagon
schlicht gefeuert

Der Mediziner Durakovic erhält morgen den Anti-Atom-Preis für seinen Kampf gegen radioaktiv belastete Munition. Zudem geehrt: indische Bauern und ein US-Publizist.

taz Nr. 7525 vom 27.11.2004, Seite 8, 87 TAZ-Bericht von Wolfgang Heuss

Jonathan Schell and Rajastan youth photo by Robert Del Tredici 24.01.07–Robert Del Tredicis Bilder von der 2004 Preisverleihung

Jaipur Award ceremony
2004 Award recipients
JOAR photo
Prof. Asaf Durakovic photo
JOAR at the ceremony
Jonathan Schell in Jaipur
Photo of Hildegard Breiner
Photo of Indian youth
Jonathan Schell with Indian youths
Asaf Durakovic in Jaipur
Indian musician
Claus Biegert at the Barefoot College
Photo of Jonathan Schell
Liam O' Moanli's head-wrapping
Barefoot College solar technician
Barefoot Jonathan Schell
Claus Biegert photo



Munich Zeremonie PDF
Die Preisträger 2003

Mit dem Nuclear-Free Future Award werden seit 1998 weltweit Menschen geehrt und gefördert, die sich für eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie erfolgreich einsetzen. Der Preis ist mit 30 000 Euro dotiert. 2003 fand die feierliche Verleihung unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Ude am 12. Oktober im Alten Rathaus in München statt.

Die internationale Jury hat soeben die Preisträger 2003 in den drei Kategorien Widerstand, Aufklärung und Lösungen bekannt gegeben. Außerdem gibt es einen Ehrenpreis für Lebenswerk.

Wie letztes Jahr in St. Petersburg können auch diesmal nicht alle Preisträger ihren Preis persönlich entgegen nehmen - weil sie im Gefängnis sitzen. Der Wind, der konsequenten Atomgegnern ins Gesicht bläst, wird mancherorts deutlich schärfer.

Die Ordensschwestern
Die Wissenschaftlerin
Der Medizinmann
Die Physikerin

Der Medizinmann
und die Bombe

Zum Tode unseres Preisträgers Corbin Harney. Nachruf von Renate Domnik auf den spirtuellen Ältesten und Anti-Atom-Aktivisten der Western Shoshone.



Die Preisträger 2002

Der internationale Preis für eine Zukunft ohne Atomwaffen und Atomenergie war am 5. Oktober in St. Petersburg verliehen. Die Internationale Jury, zu der u.a. Christine von Weizsäcker, Johan Galtung, Monika Griefahn, Till Bastian, Peter Stephan Jungk und Angela Davis gehören, entschied sich in den Kategorien Widerstand, Aufklärung und Lösungen für folgende Personen:
Widerstand: Mordecai Vanunu, Israel
Aufklärung: Ole Kopreitan, Norway
Lösungen: Helen Clark, Neuseeland
Den Preis für Lebenswerk teilen sich Aleksei Yablokov, Russia und Fran Macy, USA
Preis für besondere Verdienste: The Bulletin of Atomic Scientists, U.S.A.

Besuchen Sie die NuclearNo.ru-Seite über die 2002 Nuclear-Free Future Awards (auf russisch / mit Bilder)

07.7.07.– "Libby und Vanunu"
von Daniel Ellsberg

Die Friedensbrückenbauer

Lydia PopovaFran Macy
12.8.08–Wir trauern um unsere Freunde und Mitstreiter: Lydia Popova (Russland) und Fran Macy (USA)



Carnsore Point Zeremonie PDF Die Preisträger 2001

Die Preise im Geiste des World Uranian Hearings gingen an Kevin Buzzacott, Australian, an Hans-Josef Fell, Deutschland, und an Kenji Higuchi, Japan. Solange Fernex, Frankreich, erhielt den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk, und David Lowry aus England bekam den Ehrenpreis für besondere Verdienste.

Ronnie Drew, Liam O'Maonlai, Tony McMahon, Barney McKenna and John Shehan photo by Claus Biegert

Wenn Sommertage die Aufmerksamkeit verlangsamen, gehen die Nachrichten unbemerkt an einem vorüber. So ging es uns mit dem Tod von Ronnie Drew, den wir zu unseren Unterstützern zählen durften. Er starb am 16. August in Dublin, 73 Jahre alt. Mehr von Claus Biegert...



Berlin Zeremonie PDF
Die Preisträger des Nuclear-Free Future Awards 2000

Die Preise im Geiste des World Uranian Hearings gingen an Yuri I. Kuidin in Kasachstan, an das Barefoot-College in Indien und an Atomkraftgegner in Kanada / Klaus Traube erhält den Ehrenpreis für sein Lebenswerk





Ein Anti-Atom-Wochenende im Indianerland

Die Nuclear-Free Future Award Preisträger 1999 sind:

Widerstand: Grace Thorpe und
Dorothy Purley


Aufklärung: Lydia Popova

Lösungen: Ursula und Michael Sladek / Schönau

Lebenswerk: Stewart Udall

Ein Medizinmann machte ihn zum Autor
Wir trauern um unseren alten Freund: aus New Mexico via Wien, Richard Erdoes, der sich bis ins hohe Alter als Aktivist für Frieden und Völkerverständigung sah und von einer atomfreien Welt träumte.





Salzburg Residenz Salzburg Residenz – Ort der Preisverleihung

Sechs Jahre nach dem World Uranium Hearing wurde in der Salzburger Residenz am 5. November 1998 zum 1.Mal der "Nuclear-Free Future Award" verliehen. Die Preisträger sind:

Widerstand: Yvonne Margarula, Australien

Aufklärung: Raúl Montenegro, Argentinien

Lösungen: Hari Sharan, Indien

Lebenswerk: Maisie Shiell, Kanada





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