Der Nuclear-Free Future Award

Der Nuclear-Free Future Award ehrt seit 1998 weltweit Menschen, die sich für eine Zukunft frei von Atomkraft und Atomwaffen einsetzen. Die bis 2018 jährlich an anderen Orten statt findenden Preisverleihungen zeigen die Größe und Vielfalt der globalen Anti-Atom-Bewegung. Damit ist der Nuclear-Free Future Award laut taz der wichtigste Anti-Atom-Preis der Welt.

VIDEO: Mehr zum Award erfahren Sie in diesem kurzen Filmclip

Die Preisträger des Jahres: 2020


Broschüre NFFA 2020 als pdf zum Download

Kategorie Widerstand

Sich in Russland offen gegen den Staat und den Staatskonzern Rosatom zu stellen, der im Land sämtliche Aktivitäten in Sachen Atomkraft koordiniert, bedarf großen Muts. Der Journalist Fedor Maryasov und der Jurist Andrey Talevlin gehören zu denen, die sich das getrauen. Extremist und ausländischer Agent – das sind die Bezeichnungen, mit denen die russische Staatsmacht versucht, die beiden zu diskreditieren, zu kriminalisieren und mundtot zu machen.

VIDEO: Fedor Maryasov über die Situation in Sibirien

VIDEO: Andrey Talevlin zum Widerstand gegen den Atomstaat Russland

Kategorie Special Recognition

Deb Haaland, geboren 1960 in Laguna Pueblo im US-amerikanischen Bundesstaat New Mexico, wurde 2018 als eine der ersten indianischen Abgeordneten in den US-Kongress gewählt. Ob Klima, Covid 19 oder soziale Ausbeutung – die Stimme der Demokratin Deb Haaland ist in Washington gut zu hören. Derzeit gehört sie zu den Streitern für eine Erweiterung des Radiation Exposure Compensation Act (RECA) von 2019.

VIDEO: Deb Haaland über ihre Auszeichnung mit dem NFFA

Kategorie Lösungen

Ray Acheson gilt als Stimme der jungen Generation in der internationalen Anti-Atom-Politik. Seit 2005 beschäftigt sie sich mit zwischen-staatlichen Abrüstungsprozessen und setzt sich dabei aus einer antimilitaristisch-feministischen Perspektive für eine Reihe von Abrüstungs- und Rüstungskontroll-vorhaben ein. Ein Schwerpunkt ihres Engagements und ihrer Forschung liegt auf Kriegsökonomie und den patriarchalischen und rassistischen Strukturen von Krieg und bewaffneter Gewalt.

VIDEO: Ray Acheson zu ihrem Engagement gegen Atomwaffen

Kategorie Aufklärung

Es gibt Menschen, die alles riskieren, um gegen Kernkraft und Atomwaffen zu protestieren. Viele werden dafür vor Gericht gestellt und ins Gefängnis geworfen. Und dann gibt es Menschen, die die Anti-Atom-Gegner unterstützen. Zwei, die ein Leben lang in dieser Form aktiv waren, sind Felice und Jack Cohen Joppa.

VIDEO: Felice & Jack Cohen-Joppa über ihre Unterstützung der Anti-Atom-Aktivist*innen

Die Kategorien

Der Nuclear-Free Future Award wird in fünf Kategorien vergeben. Die ersten drei Kategorien sind mit jeweils 5000 US-Dollar Preisgeld dotiert, sie lauten: WIDERSTAND, AUFKLÄRUNG, LÖSUNG.

Mit den beiden Ehrenpreisen LEBENSWERK und BESONDERE ANERKENNUNG werden besondere Leistungen aktiver Persönlichkeiten der weltweiten Anti-Atom-Bewegung hervorgehoben. Sie durchlaufen nicht den selben Abstimmungsprozess der internationalen Jury, wie die Kandidaten der ersten drei Kategorien, sondern deren Auswahl ist das Ergebnis intensiver Diskussionen mit unseren Mitarbeitern und Partnern in den jeweiligen Veranstaltungsorten.

Wer kommt in Frage

Als Kandidat*innen für den Nuclear-Free Future Award kommen in Frage:

  • Aktivist*innen, die gegen Uranabbau und ungesicherte Lagerung von Nuklearmüll kämpfen. Aktivist*innen indigener Gesellschaften stehen dabei weltweit in vorderster Front: gut Dreiviertel der Uranvorräte werden auf ihrem Land abgebaut und sorgen für eine radioaktive Verseuchung ihrer Heimat und die Zerstörung ihrer Kultur
  • Wissenschaftler*innen und Journalist*innen, die über die Folgen radioaktiver Strahlung aufklären und die Schleier lüften, die es Industrie und Politik bis heute ermöglichen, die Öffentlichkeit zu täuschen
  • Politiker, die sich für eine Verbreitung nachhaltiger Energietechnologien und für atomare Abrüstung engagieren. Vor allem, wenn sie erkennen, dass zivile und militärische Nutzung der Kernspaltung nicht zu trennen sind
  • Jurist*innen, die die Verletzung der Menschenrechte durch Uranabbau oder den Einsatz von Uranmunition international anprangern
  • Künstler*innen, die die nukleare Ära zu ihrem Thema machen. Zugelassen sind die Sparten Musik, Literatur, bildende Kunst und Film
  • Initiativen und Gemeinden, die nachhaltige Alternativen zur Atomenergie erfolgreich umsetzen
  • Visionäre, die überzeugende Entwürfe einer Welt frei von Atomwaffen und Atomstrom liefern

Sollten Sie feststellen, dass dieser Liste eine Gruppe fehlt: Schreiben Sie uns!

Wie nominiere ich

Nominieren kann jede Person. Eigennominierungen sind nicht möglich, dies gilt auch für die Nominierung durch ein Familienmitglied oder das Mitglied einer gemeinsamen Organisation. Ist die nominierende Person den Mitarbeiter*innen des Nuclear-Free Future Awards nicht bekannt, so muss sie neben der Nominierung auch ausreichend Auskunft über ihr bisheriges Tun geben. Nominierungen können nicht im Voraus für PR-Zwecke verwendet werden. Der Nominierung müssen Kontaktadressen (inklusive E-Mail und Telefon) von der nominierenden Person und dem/ der Kandidaten/ Kandidatin beiliegen, damit den Mitgliedern der Jury die Möglichkeit gegeben ist, zusätzliche Fragen zu stellen. Pro Jahr ist eine Nominierung möglich.

 

Die Nominierungen sollten, falls möglich, auf Englisch abgefasst sein. Zusätzliches Material (Zeitungsausschnitte, Rundfunkmitschnitte, Fotos, Videos, etc.) sind willkommen. Sollten Sie Fragen haben, nehmen Sie gern vorher mit uns Kontakt auf. Wenn Sie die Nominierung per E-Mail senden, bitten wir Sie, gleichzeitig die ausgedruckte Version per Post an unser Münchner Büro zuschicken. Der Einsendeschluss ist, wenn nicht anders angegeben, immer der 1. März. Nur eine vollständige Nominierung ist gültig. Diese muss folgende Punkte beinhalten:

  • Adresse, E-Mail, Telefon von Ihnen UND von der nominierten Person
  • Ein Foto des/ der Kandidaten/ Kandidatin (wenn digital in 300 dpi)
  • Begründung der Nominierung: Warum kommt Ihr/ Ihre Kandidat/ Kandidatin für diesen Preis in Frage. Umfang: ca. 1 Seite; Anhang: keine Begrenzung
  • Biografie Ihres/ Ihrer Kandidaten/ Kandidatin (ca. 1 Seite)
  • Ihre eigene Biografie und eine Begründung, was Sie in die Lage versetzt, als Nominator/ Nominatorin aufzutreten. Dies erübrigt sich, wenn Sie den Organisatoren bereits bekannt sind
Die Jury

Jury-Mitglieder 2020:

Michael Asch

Kanada

Ethnomusikologe, Jazzpianist und Professor für Anthropologie an der Universität von Victoria. Versucht die Beziehungen zwischen First Nations und dem Staat Kanada in Einklang zu bringen. Jurymitglied seit 2010

Anne Bancroft

USA
 
Sportlehrerin, Umweltschützerin und Entdeckerin. Erreichte als erste Frau sowohl den Nord- als auch den Südpol. Seit 1999 Jurymitglied

Dr. Till Bastian

Deutschland

Mediziner und Journalist, arbeitete bis 1982 als niedergelassener Arzt und war 1983 bis 1987 Geschäftsführer von IPPNW-Deutschland. Seit 1997 ist er Redakteur der Fachzeitschrift „Umwelt – Medizin – Gesellschaft“ und Dozent für Literatur an der Europa-Akademie Isny. Seit 1999 Jurymitglied

Angela Davis

USA

Bürgerrechtlerin, Philosophin, Humanwissenschaftlerin und Schriftstellerin. In den 1970er-Jahren wurde sie zur Symbolfigur der Bewegung für die Rechte von politischen Gefangenen in den USA. Seit 1999 Jurymitglied

Sue Dürr

Deutschland/ USA

Friedensaktivistin, die Attac-München gegründet und sich gegen TTIP engagiert hat. Jurymitgliedseit 2001

Johan Galtung

Norwegen

Mathematiker, Soziologe und Politologe. Er gründete 1959 das Institut für Friedensforschung und wurde 1969 Professor für Friedens- und Konfliktforschung. Seit 1999 Jurymitglied

Monika Griefahn

Deutschland

War Vorstand von Greenpeace International (1984-1989), niedersächsische Umweltministerin (1990-1998) und Mitglied des Deutschen Bundestages (1998-2009). Seit 2012 arbeitet sie als Umweltmanagerin im Tourismus. Seit 1999 Jurymitglied

Dr. Rainer Grießhammer

Deutschland

Chemiker und mehr als 30 Jahre Mitarbeiter und Geschäftsführer des Öko-Institut. Seit 2012 Honorarprofessor für Nachhaltige Produkte. Jurymitglied seit 2011

Karl Grossman

USA

Professor für Journalismus an der Universität New York, der seinen Studenten vor allem die Kombination von investigativem - und Umweltjournalismus lehrt. Jurymitglied seit 2001

Vanamali Gunturu

Indien

Dozent und Autor. Studierte Sanskrit, englische Literatur, Geschichte und Philosophie an der Osmania University Hyderabad und promovierte in westlicher Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Jurymitglied seit 2007

Xanthe Hall

Deutschland

Arbeitet seit den 1990er Jahren bei der IPPNW und wurde 2014 Mitgründerin von ICAN Deutschland. Jurymitglied seit 2016

Linda Pentz Gunter

USA

Gründete Beyond Nuclear im Juli 2007. Sie schreibt für die Website Beyond Nuclear International und redigiert sie. Zuletzt war sie Redakteurin der englischen Ausgabe des Uranatlas. Die ehemalige Journalistin aus dem Vereinigten Königreich spricht fast fließend Italienisch und Französisch und ist mit Deutsch und Spanisch vertraut.

Ehemalige Jury-Mitglieder:

Die Preisträger der Kategorie: Widerstand

2020 online

Extremist und ausländischer Agent – das sind die Bezeichnungen, mit denen die russische Staatsmacht versucht, Fedor Maryasov und Andrey Talevlin zu diskreditieren, zu kriminalisieren und mundtot zu machen. Der Journalist Maryasov wehrt sich schreibend gegen den russischen Atomstaat. Der Jurist Talevlin vertritt die Öffentlichkeit und russische NGOs gegen ihn.

2018 In Salzburg

Jeffrey Lee hat den Schutz seines Landes und seiner Kultur dem persönlichen Profit vorgezogen. Er lehnte jahrelang die Angebote des Atomkonzerns Areva ab, in Koongarra Uran zu fördern. Es ist das traditionelle Land der Djok, über das er Clanchef Verfügungsgewalt hat. Stattdessen hat er Koongarra dem australischen Staat angeboten, und der hat das Land in den Kakadu-Nationalpark integriert.

2017 In Basel

1978 ließ sich Almoustapha Alhacen nahe Arlit vom Atomkonzern Areva als Arbeiter in einer Uranmühle anstellen. Weil es seltsame Erkrankungen bei Kollegen und deren Frauen und rätselhafte Todesfälle relativ junger Menschen gab, gründete Alhacen im Jahr 2002 eine lokale NGO namens Aghirin`man, in der Sprache der Tuareg „Schutz der Seele“, die sich der Erforschung von Uran-Gefahren verschrieb.

2016 In Johannesburg

„Anwalt für Leben und Gerechtigkeit“ ist kein eingetragener Beruf. Und doch wäre es die treffende Berufsbezeichnung für Arif Ali Cangi, der sich seit 1995 als Vorstandsmitglied einer Anwaltsvereinigung mit Menschenrechts-Angelegenheiten, Schutz gegen Folter sowie Rechten von Frauen, Kindern und Gefangenen befasst. Er engagiert sich gegen illegale Lagerung von Atommüll und den Bau des AKW Akkuyu.

2015 In Johannesburg

Am 28. Juli 2012 brach Megan Rice, damals 82, gemeinsam mit Michael R.Walli (63) und Gregory I. Boertje-Obed (57) in Oak Ridge/Tennessee in einen sogenannten „Y-12 Security Complex“ ein: einen der streng bewachten Orte, an denen die Vereinigten Staaten hoch angereichertes, waffenfähiges Uran lagern. Die drei – alle Mitglieder von „Jetzt Schwerter zu Pflugscharen“ – sprayten Friedensparolen.

2014 In München

Golden Misabiko hatte 2000 öffentlich gemacht, dass die Regierung Kabila acht angebliche Putschisten ohne Gerichtsverfahren hinrichten ließ. Im Jahr 2009 veröffentlichte der Präsident von ASADHO einen Bericht über die Regierungsbeteiligung an illegalem Uranabbau in der stillgelegten Shinkolobwe-Mine und deckte Geheimverhandlungen mit dem französischen Atomkonzern AREVA auf.

2012 In Heiden

Bürgermeisterin Gabriela Tsukamoto und der Organisation MUNN (Movimento Urânio em Nisa Não) könnte es gelingen, ihrer Heimatgemeinde Nisa in Portugal das Schicksal so vieler Uranabbaugebiete zu ersparen. Ihr Widerstand findet deshalb viele Mitstreiter, weil bis 1991 auf der Gemarkung des Ort Uran abgebaut wurde und noch immer krebskranke ehemalige Arbeiter um Entschädigung kämpfen.

2011 In Berlin

Nadezhda Kutepova hat 1999 die Selbsthilfeorganisation Planeta Nadezhd mitbegründet. Oberstes Ziel: Menschen in der „geschlossenen Stadt“ Majak über Strahlungsdosen und -gefahren als Folge des atomaren Unfalls von 1957 und über ihre Rechte aufzuklären. Ihre Mitstreiterin, die Radiologin Natalia Manzurova, leidet an Schilddrüsenkrebs. Folge ihres Liquidatoren-Einsatzes in Tschernobyl.

2010 in New York City

Der Widerstand gegen Uranbergbau in Niger, Tansania, Malawi, Namibia und Südafrika wurde früher kaum wahrgenommen. Doch im November 2009 bündelten die Anti-Uran-Aktivist*innen aus den fünf Staaten ihre Kräfte und schlossen sich zur African Uranium Alliance zusammen. Hauptaufgabe der Allianz ist neben dem Widerstand gegen neue Minen die Aufklärung der Arbeiter in den alten Minen.

2008 in München

Als Mitglied der Australien Nuclear Free Alliance beschäftigt sich Jilian Marsh kritisch mit Uranabbau. Zu ihren größeren Erfolgen zählt ihr maßgeblicher Anteil an der Durchsetzung der “Native Title Legislation” bei Exploration und Betrieb der Beverley Uran-Mine. Er besagt, dass traditionelle Rechte und Ansprüche der Ureinwohner vom australischen Landesrecht berücksichtigt werden.

2008 in München

Der Widerstand gegen den Uranabbau prägte Manuel Pinos Leben. Er wuchs in der Nähe der Jackpile-Paguate Mine auf, Amerikas größter Tagebaumine zur Uranerzförderung. Die zerstörerische Auswirkung der Urangewinnung auf die indianische Kultur machte er zum Thema seiner Dissertation und gab auf dem World Uranium Hearing und auf vielen Konferenzen den Opfern des Uran-Booms eine laute Stimme.

2007 in Salzburg

2002 gründete Charmaine White Face, eine Oglala-Frau aus dem Reservat Pine Ridge, mit Gleichgesinnten die Organisation „Defenders of the Black Hills“. Die Gewinnung von Uran hat im Süden und Westen der Berge zu einer starken radioaktiven Verseuchung geführt. Bis heute warten die einstigen Bohrlöcher, Abraumhalden und Flutungsbecken auf Sanierung und sorgen für erhöhte radioaktive Belastung.

2006 in Windows Rock

In der Provinz Gansu im Westen Chinas gibt es reiche Uranvorkommen. Sun Xiaodi arbeitete auf dem Gelände der Uranmine Nr. 792. 1988 begann er Fragen zu stellen – nach illegalen Verkäufen, der unzulänglichen Entsorgung der Uranreste, nach Kontaminierung und Gesundheitsschäden. Obwohl er 1994 entlassen wurde, reichte er Petitionen ein und gab Interviews. Mehrfach kam er deshalb ins Gefängnis.

2005 in Oslo

Hilda Lini, Schwester von Vanuatus Premierminister Father Walter Lini und mit ihm seit ein paar Jahren politisch überkreuz, war in ihrer Studentenzeit Freiheitskämpferin gegen die Kolonialmächte und Pionierin für Frauenrechte. Nach ihrer Hochschulkarriere wurde sie erste Ministerin des Inselstaates und im südpazifischen Raum zur ‘anchor woman’ für alle, die eine nuklearfreie Zukunft wollen.

2004 in Jaipur

Seit Jahrzehnten betreibt die Uranium Corporation of India Ltd Uranabbau im Bezirk Singhbhum, im Bundesstaat Bihar und versucht, indigene Siedler, die “Adivasis” (erste Siedler), zu enteignen und zu vertreiben. Dagegen wehrt sich die von Ghanshyam Birulee geleitete JOAR. Die Aktivisten von JOAR wurden mit Prozessen überzogen. Nolens volens wurden sie zu Experten in indischem Prozess-Recht.

2003 In München

Nachdem George W. Bush zur Vernichtung von Massenvernichtungswaffen aufrief, verschafften sich drei Schwestern des Dominikanerordens am 6. Oktober 2002 Zutritt auf einem Minuteman III-Raketensilo im Nordosten Colorados. Sie malten mit ihrem Blut ein Kreuz auf den Silo und schlugen mit dem Hammer auf das Gebäude ein. „Wir haben nur getan, was der Präsident von uns verlangt hat“, sagten sie.

2002 In St. Petersburg

Mordechai Vanunu wird 1976 im „Forschungszentrum“ Dimona in der Negev-Wüste als Techniker angestellt und findet heraus, dass dort tief unter der Erde Plutonium für Atomwaffen hergestellt wird. Er beginnt heimlich zu fotografieren und sammelt Beweise dafür, dass Israel rund 200 Sprengköpfe besitzt und damit die sechstgrößte Atommacht ist. 1985 verlässt er Dimona und macht sein Wissen publik.

2001In Carnsore Point

In der Sprache der Weißen ist es Zivilcourage, für ihn als Ureinwohner schlicht eine Pflicht. Nie wird er aufhören, gegen den Uranabbau im Land seines Volkes, den Arabunna, zu kämpfen, obwohl er dafür wiederholt festgenommen und eingesperrt wurde. Am 10. Juni begibt er sich auf einen dreimonatigen, dreitausend Kilometer langen Friedensmarsch entlang der alten Songlines der Aborigines nach Sydney.

2000 in Berlin

1985 geriet der kanadische Schaffarmers Eugene Bourgeois in eine Schwefelwasserstoff-Wolke aus einem Reaktor von Ontario Hydro. In der Bürgerorganisation “Inverhuron and District Ratepayers Association (IDRA)” fand er Mitstreiter und schulte sich zum Experten in Sachen Schwefelwasserstoff. Er fand u.a. heraus, an die 750.000 Brennstäbe mindestens 90 Jahre oberirdisch gelagert werden sollten.

1999 in Los Alamos

Dorothy Purley arbeitete von 1975 bis 1982 als Lastwagenfahrerin in der Uranmühle des seinerzeit größten Urantagebaus der USA. Sie und viele andere erkrankten dadurch an Krebs. Dorothy Purley kümmert sich seither um die Ansprüche verstrahlter Opfer, entwickelte für die lokalen Schulen aufklärendes Unterrichtsmaterial, informierte die Stammesführer verschiedener Indianernationen über Langzeitfolgen.

1999 in Los Alamos

Grace Thorpe hatte erfahren, dass ihr Stamm, die Sac and Fox Nation, und 16 andere native American tribes bereit war, für 100.000 US-Dollar hochradioaktiven Müll auf ihrem Land vergraben zu lassen. Sie verhinderte den Deal und gründete die National Enviromental Coalition of Native Americans, um landesweit Reservate vor der dumping lobby zu retten. Über siebzig Stämme haben sich angeschlossen.

1998 in Salzburg

Anfang 1997 begann ein Kampf gegen Uranbergbau im Kakadu-Nationalpark: Als erstes erreichte Yvonne Margarula, dass der Pachtvertrag für das Abbaugelände Jabiluka vom Bundesgerichtshof für ungültig erklärt wurde. Dann beantragte sie, dass Kakadu von der UNESCO zur bedrohten World Heritage Site erklärt wird. Und schließlich verbündete sie sich mit Grünen und Studenten.

Die Preisträger der Kategorie: Aufklärung

2020 online

Es gibt Menschen, die alles riskieren, um gegen Kernkraft und Atomwaffen zu protestieren. Viele werden dafür vor Gericht gestellt und ins Gefängnis geworfen. Und dann gibt es Menschen, die die Anti-Atom-Gegner unterstützen. Zwei, die ein Leben lang in dieser Form aktiv waren, sind Felice und Jack Cohen Joppa. Über „The Nuclear Resister“ haben sie bis heute mehr als 100.000 Anti-Atom- und Anti-Kriegswaffen-Aktionen dokumentiert.

2018 in Salzburg

Karipbek Kuyukov widmete sein Leben und seine Kunst (aufrüttelnde, mundgemalte Mahn-Bilder)  dem Ziel, dass niemand mehr unter den schrecklichen Folgen atomarer Waffenproduktion und Waffeneinsatzes zu leiden“ hat. Als Teil der Bewegung, die das Ende unterirdischer Bombentest in der Sowjetunion erstritt, hat er 1991 zur Schließung des Atombomben-Testgeländes in Kasachstan beigetragen. Er hat seine Stimme gegen Atomwaffen-Besitz, -Weitergabe und -Einsatz erhoben.

2017 in Basel

Vieles, was wir heute über die Wiederaufbereitungsanlage Sellafield im Nordwesten Englands wissen  verdanken wir dem Zwei-Personen-Team CORE. Hinter dem Akronym für Cumbrians Opposed to a Radioaktive Environment stehen Martin Forwood und Janine Allis-Smith. Seit Mitte der Achtziger deckt und klärt das Ehepaar auf. Ihr Sohn war damals, wie auffällig viele Kinder der Region, an Leukämie erkrankt.

2016 in Johannesburg

Der Physiker Bruno Chareyron wurde 1993 im Alter von 28 Jahren Leiter des wissenschaftlichen Labors CRIIRAD, das 1986 gegründet wurde, um nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl zuverlässige Daten tu erhalten. Seither ist Chareyron mit seinem Labor weltweit unterwegs: Um die Uranminen in Niger, in Tschernobyl, aber auch in den Uranminen Frankreichs. Und immer im Dienste der Aufklärung.

2015 in New York City

Die Insektenbilder der Schweizer Künstlerin und naturwissenschaftlichen Zeichnerin Cornelia Hesse-Honegger dokumentieren Mutationen an Insekten aus der Umgebung von Leibstadt, Benzau, Gösgen, Creys-Malville, Sellafield, Stade, Krümmel, La Hague, Tschernobyl und den Atomtestgebieten Nevadas. „Bis zu jedes fünfte Insekt war an den von mir untersuchten Orten körperlich geschädigt.“

2014 in München

Aileen Mioko Smith, Vorsitzende von Green Action Kyoto, war maßgeblich an der Aufdeckung gefälschter Versicherungsunterlagen beteiligt, die die Beschickung der Fukushima-Reaktoren mit Plutonium Mischoxid-Brennstäben als sicher einstuften. Weil sie als Enthüllerin immer wieder in die Öffentlichkeit trat, wurde sie in Japan bereits in den 1980ern zum personalisierten Widerstandszentrum.

2012 in Heiden

Katsumi Furitsu hatte sich schon als Medizinstudentin in den Achtzigerjahren kundig gemacht, welchen Strahlenbelastungen AKW-Arbeiter im japanischen Normalbetrieb ausgesetzt sind. Und schon früh richtete sie ihr Augenmerk auf den unheilvollen Beginn der atomaren Kette: den Uranabbau. Sie nahm Messungen vor, um die Maßlosigkeit des atomar-industriellen Komplexes zu belegen. Und sie ließ sich nie einschüchtern.

2011 in Berlin

Die ZDF-Journalistinnen Barbara Dickmann und Angelica Fell verhinderten mit ihrem Film „und niemand weiß warum“, dass der „Krebs Cluster“ um das AKW Krümmel bagatellisiert. Sie blieben am Thema, begleiteten unter anderem eine bundesweite Kinderkrebs-Studie, die bestätigte, dass im Umkreis von Kernkraftanlagen das Risiko größer ist, vor dem 5. Geburtstag an Leukämie zu erkranken.

2010 in New York City

Der Physiker Oleg Bodrov leitet seit 1999 Russlands führende Umweltorganisation Green World. Früh schon erkannte er, dass sein Kampf gegen die Laufzeitverlängerung alter Atomanlagen in Russland eine „positive Grundlage“ braucht. Daher gilt sein Engagement auch dem Einsatz für nachhaltige Energiegewinnung. Dort, wo die Regierung Schweigen verordnet, setzt er auf Dialog.

2007 in Salzburg

Professor Siegwart Horst Günther stieß 1991 im Irak auf ungewöhnlich viele missgebildete Babys und auf Krankheitsbilder, wie er sie in dieser Region noch nie gesehen hatte: Günther vermutete, dass vor allem mit Uranmunition abgeschossene Panzer die Ursache sind. Ein im Wüstensand aufgelesenes Projektil ließ er 1992 in Berlin spektrographisch untersuchen, was seinen Verdacht bestätigte.

2006 in Window Rock

Seit Jahrzehnten gehört der Mathematiker Gordon Edwards zu Kanadas Frontfiguren der Anti-Atom-Szene. Er wies nach, dass die Grenzwerte der kanadischen Regierung für Radongas sechsfach überhöht waren und spielte eine Schlüsselrolle bei einem Moratorium zu einem neuen Reaktor in Quebec. Mühelos und mit analytischer Treffsicherheit zerlegt er den Mythos der sauberen Atomenergie.

2004 in Jaipur

Ende der 1990er Jahre gründete der Radiologe und Fachmann für Strahlungsschäden in Kanada das Uranium Medical Research Center, nachdem er an US-Soldaten, die am damals mysteriösen “Golfkriegs-Syndrom” litten Depleted Uranium und sogar Plutonium feststellte – und man ihm nahelegte, in andere Richtungen zu forschen. Seit 2002 unterhält das UMCR u.a. zwei Forschungsteams in Afghanistan.

2003 in München

Die Geologin Dr. Souad Naij Al-Azzawi promovierte über die radioaktive Verseuchung des Grundwassers in Colorado durch Kernkraftwerke und kehrte mit diesem Wissen in den Irak zurück. Dort untersuchte sie 1995/96 als Leiterin des Department of Environmental Engineering der Universität Bagdad die Verseuchung von Boden, Wasser Luft und Agrarprodukten durch Munition, die mit abgereichertem Uran gehärtet ist.

2002 in St. Petersburg

Dass sich Norwegens Parlament 1975 dazu bekannte, seinen künftigen Energie-Mix ohne Atomenergie anzurühren, ist dem heftigen Graswurzel-Widerstand im Lande zu danken und in besonderer Weise Ole Kopreitan. Nach diesem Etappensieg verschrieb er sich dem weltweiten Kampf gegen militärische und kommerzielle Nutzung von Atomkraft, seit 1980 als Generalsekretär der Organisation “Nei til Atomvåpen”.

2001 in Carnsore Point

Der Dokumantationsarbeit des Fotografen Kenji Higushi ist es zu danken, dass mehr und mehr auch auf die Opfer der zivilen Kernspaltung ins Blickfeld kommen. Sein erster von bisher acht Fotobänden (Verstrahlte Arbeiter verschwinden im Dunkel) war als Aufklärungsmaterial konzipiert und wurde schnell zum heimlichen Longseller. Noch erfolgreicher: Dies ist eine Atomanlage (1991).

1999 in Los Alamos

Lydia Popova arbeitete 17 Jahren lang als wissenschaftliche Fachkraft im russischen Atomenergie- und Industrieministerium (Minatom), als sie 1990 ausstieg und Koordinatorin von SEU (Alternative Energy Program) wurde, einer Dachorganisation für 250 Umwelt- und Anti-Atom-Gruppen, und immer wieder auf die Gefahren einer plutonisierten Weltgemeinschaft hinwies (z.B. „Plutonium in Russia”).

1998 in Salzburg

Wer sich ein Bild von Dr. Raúl A. Montenegro machen will, fragt man besten seine Gegner, die südamerikanische Atom-Lobby: Kaum jemand hat deren Pläne nachhaltiger durchkreuzt als der Biologe. In Argentinien ist sein Name ein Synonym für “Mut im Angesicht der Giganten”. Ohne ihn hätten die Los Gigantes Uranminen kaum schließen müssen und Guatemala ein AKW gebaut.

Die Preisträger der Kategorie: Lösung

2020 online

Ray Acheson beschäftigt sich seit 2005 mit zwischenstaatlichen Abrüstungsprozessen und setzt sich dabei aus einer antimilitaristisch-feministischen Perspektive für  Abrüstungs- und Rüstungskontrollvorhaben ein. Teil ihrer Arbeit ist es, zivilgesellschaftliche Organisationen durch Netzwerkkoordination zu stärken. Eines der aussagekräftigsten Ergebnisse ihres Einsatzes ist der Vertrag über das Verbot von Atomwaffen (TPNW), Foto: Tim Wright

Salzburg 2018

Linda Walker startete 1995 ihr Hilfswerk Chernobyl Chilrden`s und bot gesunden Kindern Erholungsferien in Großbritannien. Dann bemerkten Linda und ihr Team, wie positiv sich der Aufenthalt auf zwei Kinder auswirkte, die schwere Krebstherapien hinter sich hatten. Das Programm wurde daraufhin auf erkrankte Kinder ausgeweitet; heute holt CCP(UK) verstärkt junge Krebs-Reha-Patienten ins Land.

Basel 2017

Der Physiker Dr. Hiromichi Umebayashi arbeitet unermüdlich an der Vision: Keine Atomraketen auf dem Boden von Japan, Nord- und Südkorea; Russland, China und den USA sollen garantieren, gegen jene drei Staaten keine Nuklearwaffen einzusetzen. Hinter der Bühne ist er pausenlos aktiv. Mit Diplomaten und Politikern und selbstverständlich mit den Mayors for Peace, den Bürgermeistern für den Frieden.

Johannesburg 2016

Samson Tsegaye Lemma hat als Leiter des Solar Center in Addis Abeba 65 Solartechniker ausgebildet, zwei Solar-Trainings-Zentren in Äthiopien errichtet, vier Dörfer wurden solar-elektrifiziert, 157 Schulen sind solarbeleuchtet, 300 Einzelpersonen und Initiativen Orientierungshilfe gegeben und über 30.000 Solarlicht-Produkte vertrieben. Ein Lichtblick für ganz Äthiopien.

Washington D.C. 2015

Der neunjährige Tony de Brum war Augenzeuge, als 1954 das größte von den USA jemals gezündete Höllenfeuer, die Castle Bravo Bombe, detonierte – tausend Mal stärker als die von Hiroshima. Der heute amtierende Außenminister der Republik der Marshall-Inseln verbrachte einen Großteil seines Berufslebens damit, für Schadensbeseitigung und Entschädigung Strahlengeschädigter zu kämpfen.

2014 in München

Joseph Laissin Mailong ist Kameruns Mr. Windpower. Er hat verschiedene Klein-Windanlagen im süd- und nordwestlichen Kamerun installiert, um Elektrizität in diese abgelegenen Regionen zu bringen. Sein Wechselrichter verschlingt bei seiner Herstellung nicht –wie sonst weltweit üblich – teures Material und Energie; er besteht ganz wesentlich aus Abfallstoffen und ist verblüffend wartungsfreundlich.

2012 in Heiden

Die Berichte und Stellungnahmen von Yves Marignac werden in Frankreich auch von der Atomaufsichtsbehörde und dem Institut für Strahlenschutz und Reaktorsicherheit ernst genommen. Etwa ein Report über den AKW-Stresstest nach Fukushima. Kurz zuvor war bereits das Szenario “Manifest néga Watt” erschienen: Frankreich kann bis 2050 Atomstrom-frei sein, schreibt Mitautor Yves Marignac.

2011 in Berlin

Hans Grassmann untersuchte mit seinen Büchern den gesellschaftlichen, kulturellen und ökologischen Nutzen der Physik: „Das Top Quark, Picasso und Mercedes Benz“ (1997), „Alles Quark. Ein Physikbuch“ (1999), zuletzt „Ahnung von der Materie. Physik für alle“ (2008). An der Universität von Udine entwickelte er mit seinen Studenten ein Spiegelsystem zur Wärmeerzeugung: den Linearspiegel.

2010 in New York City

50 Jahre nach dem ersten Nuklearwaffenversuch der damaligen “Grande Nation” ist es der beharrlichen Aufklärungsarbeit von Bruno Barrilot und dem 1989 von ihm mitgegründeten Dokumentations- und Forschungszentrum zum Frieden und zu Konflikten CDRPC zu verdanken, dass die Regierung in Paris 2010 ein Gesetz zur Entschädigung der Atomtestopfer verabschiedete. Seit 2005 is Barrilot in Polynesien aktiv.

2007 in Salzburg

Mayors for Peace wurde 1982 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters von Hiroshima, Takeshi Araki, gegründet. Seither streitet die Städte-Organisation mit Appellen, Deklaration, Unterschriftenlisten, Bildern, Ausstellungen und wissenschaftlichen Analysen gegen Atomwaffen und zeigt den Atommächten, dass schon die Drohung mit der Bombe ein Verbechen ist.

2006 in Window Rock

Der Physiker Wolfgang Scheffler entwickelte den ‘flexiblen, formveränderbaren Parabolspiegel mit festem Brennpunkt’, kurz: den Scheffler-Spiegel, eine einfache und trotzdem raffinierte Methode, hoch effizient mit Sonnenlicht zu kochen, zu braten, zu backen. Heute sind in 21 Ländern knapp tausend Anlagen installiert. Seine Lebensgefährtin Heike Hoedt sorgt u.a. für globalen Wissenstransfer.

2005 in Oslo

Preben Maegaard machte sich bereits in den 1970er Jahren auf den Weg der Erneuerbaren Energien. 1983 gründete er das Nordic Folkecenter for Renewable Energies, ein gemeinnütziges Institut für die Erforschung und Erprobung erneuerbarer Energiequellen. Dänemark ist Dank seines stetigen Winds für Windmühlen prädestiniert, Der Stromverbrauch in Maegaards Heimatregion wird seit 1992 zu 100 % mit Erneuerbaren gedeckt.

2004 in Jaipur

Weltbeweger waren häufig Menschen, die das Undenkbare dachten – und es dann nicht beim Denken beließen. Der New Yorker Journalist Jonathan Schell schreibt seit den späten sechziger Jahren gegen Krieg und Nuklearrüstung und fordert konsequent „Abolition“. Abschaffung aller Atomwaffen, weltweit! Die USA als der Ort des größten Vernichtungspotentials müssen den Anfang machen, sagt Schell.

2003 in München

Corbin Harney, heute als Medizinmann der Western Shoshone einer der großen indianischen Lehrer und Führer, war noch ein kleiner Junge, als er etwas erkannte: Deine Wurzeln sind wichtig! 1994 gründete er das Shundahai Network, eine Organisation, die die Stimme der Urbevölkerung hörbar machen will – etwa gegen die rund 1000 Atombomben, die auf ihrem Land zu Testzwecken explodiert sind.

2002 in St. Petersburg

1999 wurde Helen Clark zur Premierministerin Neuseelands gewählt. Ihre Regierung setzt sich seither nachdrücklich für Bündnisse mit anderen nuklearfreien Staaten ein, um eine kernwaffenfreie Welt zu schaffen. „Gemeinsam mit vielen Menschen, Organisationen und Ländern wollen wir eine Welt schaffen, in der die Völker auf der Basis des Vertrauens und der gegenseitigen Achtung zusammen leben.“

2001 in Carnsore Point

Neben der maßgeblichen Mitgestaltung des deutschen „Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien“, das zum 1.4.2000 in Kraft getreten ist und ein weltweites Echo ausgelöst hat, hat Fell verschiedene Förderprogramme für Erneuerbare Energien mit durchgesetzt, z.B. das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien und das Traktoren-Umrüstprogramm von Diesel auf naturbelassene Pflanzenöle.

2000 in Berlin

Die Gründer des Barefoot College im abgelegenen Wüstendorf Tilonia (Rajasthan) hatten 1971 eine dieser raren Ideen, die sich als dauerhaft-tragfähig erwiesen – auch unter extremer Belastung. Die Pioniere sagten sich in Anlehnung an Mahatma Gandhi: “Simple people can do it!” Und sie setzten darauf, über 1000 Solarmodule im staubigen Randgebiet der Wüste Thar selbst zu montieren und zu reparieren.

1999 in Los Alamos

Für den Arzt Michael Sladek und seine Ehefrau Ursula war es nach Tschernobyl eine Frage des ärztlichen Ethos, sich gegen Atomstrom zu engagieren. Nach teils erbitterter Diskussion im Gemeinderat und nach zwei gewonnenen Bürgerentscheiden ging die Stromnetzkonzession an das eigens gegründete Elektrizitätswerk Schönau. Und das produziert nachhaltig und vielfältig Strom aus Erneuerbaren Energien.

1998 in Salzburg

Der Inder Dr. Harendra Nath Sharan beweist mit der von Sharans Engineering Ltd. in Winterthur für indische Verhältnisse entwickelten Biogasanlage, dass „angepasste Technologie“ auch für die Schweiz und Mitteleuropa möglich ist. Technologie-Transfer von Süd nach Nord. Dabei beweist er, wie mit wenigen Mitteln die Energie-Grundversorgung einer ländlichen Bevölkerung sichergestellt werden kann.

Die Ehrenpreisträger der Kategorien: Lebenswerk und Besondere Anerkennung

2020 online

Deb Haaland wurde 2018 als eine der ersten indianischen Abgeordneten in den US-Kongress gewählt. Die Stimme der Demokratin ist in Washington gut zu hören. Derzeit gehört sie zu den Streitern für eine Erweiterung des Radiation Exposure Compensation Act (RECA) von 2019: Die finanzielle Widergutmachung soll auch Uranbergleute nach 1971 mit einbeziehen, ebenso die Trinity Downwinders. Für ihr Engagement wurde sie mit einer "Besonderen Anerkennung" ausgezeichnet.
2018 In Salzburg

Peter Weish ist so etwas wie der Vater der österreichischen Anti-Atom- Bewegung. Der studierte Biologe, Chemiker und Physiker war von 1966 bis 1970 Mitarbeiter am Institut für Strahlenschutz im Reaktorzentrum Seiberstof. Seit 1969 ist er erklärter Gegner der Atomkraft, und es ist zu einem Großteil ihm zu verdanken, dass das AKW Zwentendorf zwar gebaut, aber kurz vor seiner Inbetriebnahme bereits stillgelegt wurde und nie ans Netz ging. Für sein Lebenswerk erhielt er den Ehrenpreis.
2018 In Salzburg

Didier und Paulette Anger wurden für ihr Lebenswerk gegen Atomkraft ausgezeichnet. Seit den 1970-er Jahren haben sie die verschiedenen Facetten vor ihrer Haustür erlebt - und sich dagegen engagiert: In La Hague ging 1966 die Wiederaufarbeitungsanlage in Betrieb, am Bahnhof von Valognes trafen jahrzehntelang abgebrannte Brennstäbe aus Deutschland ein, im Hafen von Cherbourg wurden aufbereiteter Atommüll und MOX-Brennelemente nach Japan verschifft, dort liefen französische Atom-U-Boote ein und aus. In Flamanville schließlich ging 1985 der erste Reaktorblock ans Netz. Der dritte ist seit 2005 in Bau.
2017 In Basel

Jochen Stay stemmt sich seit über 30 Jahren mit seiner „x-tausendfach quer“-Kampagne gegen Uran-Gefahren. X-tausendfach quer war und ist der Name der langlebigsten Sitz-Blockade-Kampagne der Anti-Atom-Bewegung. „.ausgestrahlt“ – eine weitere Stay-Gründung, die es seit 2008 gibt – nutzen inzwischen Hunderttausende, die sich informieren wollen, wo, wer, wie gegen Atom-Energie protestiert. Für sein Engagement erhielt er die "Besondere Anerkennung".

2017 In Basel

Unter dem Begriff " The Dedicated of Switzerland's Anti-Nuke Movement" vereinen sich alle Unermüdlichen, die seit Jahrzehnten gegen Kernkraft kämpfen: 15 Initiativen aus drei Sprachregionen (stellvertretend: Marcos Buser, Dani Costantino, Michel Fernex, Mira Frauenfelder, Iris Frei, Stefan Füglister, Eva Geel, Niculin Gianotti, Heini Glauser, Jürg Joss, Roland Meyer, Ursula Nakamura, Stefan Ograbek, Georg Pankow, Heidi Portmann, Anne-Cécile Reimann, Philippe de Rougemont, Leo Scherer, Egon Schneebeli, Peter Scholer, Martin Walter, Walter Wildi; posthum Jürg Aerni und Chaim Nissim). Für ihr jahrrzehntelanges Engagement erhielten sie die "Besondere Anerkennung".

2016 in Johannesburg

Als Mitglied von ICAN, der Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, organisiert Susi Snyder die Kampagne „Don’t Bank on the Bomb“, frei übersetzt: „Finanzierungsstopp für Atomwaffenhersteller“. Die Idee ist so einfach wie genial: Jeder, der für atomare Totalabrüstung ist, tätigt ab sofort keinerlei Geschäfte mehr mit Banken, die Atom-Deals machen. Keine Konten, keine Darlehen, nichts.

2016 in Johannesburg

Alfred Sepepe wurde zum Hoffnungsträger all jener, die durch Südafrikas Atomindustrie gesundheitliche Schäden erlitten haben. Mit der NGO „Earthlife Africa Johannesburg“ brachte er viele der 500 Ex-Pelindaba-Arbeiter mit verdächtigen Symptomen dazu, sich untersuchen zu lassen. Er formulierte Anträge, alarmierte immer wieder die Öffentlichkeit und er widerstand den Bestechungsversuchen. Dafür erhielt eine "Besondere Anerkennung".

2015 in Washington D.C.

Die kanadische Firma Strateco Inc. durchforstete 2009 die Gegend zwischen Chibougamou und Mistissini nach Uran und begann mit Probebohrungen. Die jugendlichen Cree Shawn Iserhoff, Justice Debassige, Desmond Michel, Kayleigh Spencer, Catherine Quinn sind Cree. 2012 marschierten sie von Mistissini nach Quebec City und Montreal, fast 900 Kilometer. „Together Against Uranium“ stand auf ihrem Banner.
2015 in Washington D.C.

Botschafter Alexander Kmentt, Jahrgang 1965, Leiter der Abteilung für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nonproliferation im österreichischen Außenministerium, ist weltweit einer der effektivsten Anwälte für eine nuklearfreie Welt geworden. Im Dezember 2014 wählte ihn die US. Arms Control Association zum “Arms Control Person of the Year”. Seither streitet er gegen die atomare Todesdrohung.

2014 in München

Der Widerstand gegen die WAA in Wackersdorf wurde gestützt durch den obersten Politiker im Landkreis: Hans Schuierer. Der unbestechliche Landrat verweigerte die Baugenehmigung, demonstrierte gemeinsam mit seiner Frau Lilo und unterstützte die Demonstranten beim Bau ihres Hüttendorfes. Das kam einem Landesverrat gleich. 1989 entschied die bayerische Staatsregierung, die WAA nicht zu bauen. Für sein Lebenswerk erhielt er den NFFA.

2014 in München

Nach der Katastrophe von Tschernobyl machte sich der Arzt und Strahlenbiologe Edmund Lengfelder sofort vor Ort ein Bild über die Folgen. 1987 publizierte er eine detaillierte Karte der Tschernobyl-Kontamination in Südbayern; 1991 gründete er in Gomel ein medizinisches Zentrum, in dem bis heute weit über 100.000 an der Schilddrüse erkrankte Kinder und Erwachsene behandelt wurden. Für sein Lebenswerk erhielt er den NFFA.

2012 in Heiden

Der Physiker Sebastian Pflugbeil war 1989 Mitbegründer des Neuen Forums, Minister ohne Geschäftsbereich in der der letzten von der SED geführten Regierung Modrow und dafür verantwortlich, dass die AKW Greifswald und Rheinsberg stillgelegt und nicht weiter gebaut wurden. Später forschte er nach den Ursachen für erhöhte Leukämieraten um das AKW Krümmel und die Opfer von Tschernobyl und Fukushima. Für sein Lebenswerk erhielt er den NFFA.

2012 in Heiden

Die Journalistin Susan Boos recherchierte 1995 monatelang über die Folgen von Tschernobyl. Sie sprach mit Aufräumarbeitern, Behördenvertretern, Wissenschaftlern, Ärzten und Betroffenen. Nachzulesen in ihrem Buch „Beherrschtes Entsetzen – das Leben in der Ukraine zehn Jahre nach Tschernobyl“. In der Schweiz beschäftigte sie sich mit der eigenen Atompolitik und schrieb u.a. „Strahlende Schweiz” - und erhielt dafür NFFA-Ehrenpreis.

2011 in Berlin

Nach dem Aus von Zwentendorf gründete Heinz Stockinger die „Überparteiliche Salzburger Plattform gegen die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf”, die – nach dem Aus der WAA – zur „Plattform gegen Atomgefahren“ wurde. Seit 20 Jahren streitet als deren Motor gegen den EURATOM-Vertrag. Er rief zum Siemens-Boykott auf und reiste durchs Land, um die Koalition atomfreier Länder bekannt zu machen.. Für sein Lebenswerk erhielt er den NFFA.

2010 in New York City

Henry Red Cloud will allen Lakota, Dakota und Nakota zu einem autarken Leben verhelfen. Dazu gehören Nahrung und Energie. Bis 2010 hat seine kleine Firma über 300 Dächer mit Solarzellen ausgestattet. Bereits 2008 gründete er das “Red Cloud Renewable Energy Center” mit dem Ziel, Fachkräfte auszubilden, die das solartechnische Know-How dann in ihre Stammesgemeinschaften importieren.
2010 in New York City

August 1999. Martin Sheen, berühmt geworden, durch seine Hauptrolle in „Apocalypse now“, überschreitet die gelbe Absperrungsschnur, die das Atom-Labor von Los Alamos, New Mexico gegen Demonstranten gezogen hat. Er will gemeinsam mit rund 400 Menschen daran erinnern, dass hier die Atom-Bomben produziert wurden, die am Ende des Zweiten Weltkrieges zwei japanische Städte auslöschten. Für sein Lebenswerk erhielt er den NFFA.
2007 In Salzburg

Die Anti-AKW-Bewegung wäre hilflos geblieben, hätte es nicht Experten wie Prof. Dr. Dr. Armin Weiß gegeben. Der Chemiker wies in den hoch aufgeladenen Debatten um die WAA Wackersdorf darauf hin, dass im Normalbetrieb bei der Wiederaufarbeitung von Brennelementen ein halbes Prozent der Radioaktivität über Abluftkamine an die Umwelt abgegeben wird. Seine Fachkompetenz half, Wackersdorf zu verhindern. Für sein Lebenswerk erhielt er den NFFA.

2007 In Salzburg

Misstrauen gegenüber der Atomindustrie wuchs in Freda Meissner-Blau seit den 1950er Jahren und gipfelte im Widerstand gegen das AKW Zwentendorf im Jahre 1978. Dabei ist für sie der Kampf gegen die Atomindustrie Teil einer grundsätzlichen Veränderung. Auf dem World Uranium Hearing 1992 gehörte Freda Meissner-Blau zu denen, die die Menschen aus aller Welt zusammenhielten und mit Mut füllten - und erhielt den NFFA für ihr Lebenswerk.

2006 in Window Rock

Als 26-jähriger heuerte er 1949 in der geheimen Laborstadt Los Alamos an und glaubte zwanzig Jahre an die Abschreckung im Namen des Friedens. 1969, vom Vietnamkrieg geläutert, kündigte er. Seither ist er ein Warner vor dem nuklearen Holocaust. »Ich bin das Gewissen von Los Alamos«, sagt er, »und manchmal denke ich, ich bin der einzige, der nicht geisteskrank ist«. Für sein Lebenswerk erhielt er den Ehrenpreis.

2006 in Window Rock

Phil Harrison berichtete 1992 auf dem World Uranium Hearing in Salzburg vom Krebstod seines Vaters mit 43 Jahren, der weder Mundschutz noch Handschuhe in den unbelüfteten Uranminen trug. Lungenkrebs, Silikose, Leukämie und Hautkrebs wurden die Krankheiten der Bergleute. Er will Anerkennung und Wiedergutmachung für die menschlichen Opfer, die sein Volk für die nukleare Gesellschaft gebracht hat. Er wurde mit einer Besonderen Anerkennung geehrt.

2005 in Oslo

Schon 1973 schloss sich Mathilde Halla der Bürgerinitiative gegen Atomgefahr an. Heute steht in Zwentendorf das erste Denkmal für überholte Energiegewinnung. Der knappe Sieg der Atomkraftgegner im österreichischen Referendum von 1978 hat ganz wesentlich mit dem Einsatz von Mathilde Halla zu tun. Und der Widerstand gegen Atomkraft in Tschechien und der Slowakei trägt nicht zuletzt ihre Handschrift. Für ihr Lebenswerk erhielt sie den NFFA.
2004 in Jaipur

Hildegard Breiner, heute die Grande Dame der Umwelt- und Anti-AKW-Bewegung in Vorarlberg, verdiente ihre Sporen als Aktivistin vor über einem Vierteljahrhundert – im Kampf gegen Zwentendorf. In Österreich wird bis heute kein Atomstrom produziert, weil 1978 die Kernkraftgegner in einem Referendum ganz knapp über die Regierung und die Atomlobby siegten. Das AKW Zwentendorf durfte nicht weitergebaut werden. Für sein Lebenswerk erhielt er den Ehrenpreis.
2004 in Jaipur

Friedenserziehung spielt eine Schlüsselrolle im Lehrplan der Montesori School Lakhnau. Die Bemühungen der Schule um totales, weltweites Abrücken von Nukleartechnologie – sowohl der zivilen als auch der militärischen hat ihr viel Beachtung gebracht. Und die Liste der Persönlichkeiten und Institutionen, die sich einschwingen auf den ihr Lehrangebot ist inzwischen beeindruckend lang. Die NFFF ehrt dies mit einer Besonderen Anerkennung.
2003 in München

Inge Schmitz-Feuerhakes Lebenswerk wird durch ihre wissenschaftliche Leistung bei der Erforschung von Langzeiteffekten im Niedrigstrahlungsbereich und deren Messbarkeit bestimmt. Exemplarisch für ihr Engagement ist die über zehnjährige Suche nach den Ursachen für die Leukämiehäufung bei Kindern in der Umgebung der Geesthachter Atomanlagen. Schleswig-Holstein bekam deshalb eine Leukämie-Kommission. Für sein Lebenswerk erhielt er den NFFA.

2002 in St. Petersburg

Zwei Männer aus ganz verschiedenen Welten, der Russe Alexei Yablokov und der Amerikaner Francis Macy. Yablokov, Gründer und Präsident des Zentrums für Russische Umweltpolitik, und Macy, einer der Direktoren der NGO Tri-Valley CARE, arbeiten seit 1991 eng zusammen und gründen das Nuclear Watchdog Network, eine Koalition von Basisorganisationen, die Nuklearanlagen in Russland und der Ukraine beobachten. Für sein Lebenswerk erhielten sie den Ehrenpreis.
2002 in St. Petersburg

Seit den Bomben auf Hiroshima und Nagasaki berichtet die in Chicago herausgegebene Zeitschrift zuverlässig zu Fragen der atomaren Bedrohung. Gegründet wurde The Bulletin von ehemaligen Wissenschaftlern des Manhattan Project, jenem US-Geheim-Programm im Zweiten Weltkrieg, das der Entwicklung der Atombombe diente. Symbol ist die apokalyptische Uhr, die das drohende .Ende der Welt zeigen. Eine Besondere Anerkennung durch den NFFA.
2001 in Carnsore Point

Seit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki hat die Biologin Solange Fernex für das Ende aller Atomwaffentests gekämpft, gestreikt, gehungert – und wenig geschlafen. Mit kleinem Gepäck hat sie die Welt bereist und durch Mikrofone und Megafone Abrüstung und Abkehr von der Atomenergie gefordert: Die 67jährige Pazifistin Solange Fernex gilt als die Mutter der französischen Anti-Atom-Bewegung. Für ihr Lebenswerk wurde sie mit dem NFFA ausgezeichnet.
2001 in Carnsore Point

Nachdem 1979 bei Churchrock radioaktiver Schlamm den Rio Puerco verseuchte und das AKW „Three Mile Island“ havarierte, begann David Lowry, ein Netz an Informanten und ein Archiv von Informationen über die Atomindustrie aufzubauen. Seine Spezialität: Sorgfältig vorbereitete parlamentarische Anfragen für Abgeordnete des britischen Unterhauses, des Europäischen Parlaments und des Europarates.
2000 in Berlin

Nach 16 Berufsjahren als Reaktorfachmann und geschäftsführender Direktor von Interatom, skizzierte Professor Klaus Traube als Publizist und Direktor des Instituts für Kommunale Energiewirtschaft an der Universität Bremen bis zu seiner Emeritierung neue Energie-Wege jenseits von Atom und fossilen Brennstoffen. Berechnungen zur CO2-Reduzierung und Ausstiegs-Szenarien stammten aus seiner Feder.  Für sein Lebenswerk erhielt er den NFFA.

1999 in Los Alamos

Der Jurist Steward Udall wurde nach vier Amtszeiten als Kongressmitglied von John F. Kennedy zum 37. Innenminister der USA ernannt. Danach unterstützte er die Opfer der Atomindustrie in ihrem Kampf um Entschädigung. Die Wende brachte das Jahr 1978: Damals erfuhr er, wie der radioaktive Niederschlag der Bombentests auf der Nevada Testsite die Menschen der Umgebung erkranken und sterben ließ. Für sein Lebenswerk erhielt er den NFFA.

1998 in Salzburg

Auf Englisch klingt es, wie der gut gewählte Titel eines Lustspiels: „Nobody likes to mess with Maisie“ (Keiner legt sich gern mit Maisie an). So beschrieb Priscilla Settee, eine Cree, vom „Indigenous Women`s Network“ die Wirkung der vermutlich kampfstärksten Einfrauen-Armee Kanadas. Die gebürtige Engländerin war und ist der Schrecken aller kanadischen Prospektoren und Uranminen-Betreiber. Für ihr Lebenswerk erhielt sie den NFFA.